Vorstellung und Hilferuf

Hier können Grüße (zum Beispiel aus dem Urlaub) wie in einem Gästebuch oder auch Neuvorstellungen eingestellt werden.
Gäste dürfen nur lesen. Registrierte Benutzer und LT-Freunde dürfen lesen, schreiben und Anhänge erstellen.

Vorstellung und Hilferuf

Beitragvon LiMa43 » Mittwoch 9. April 2025, 13:54

Hallo liebe LT – Freunde,

hiermit möchten wir uns bei euch Vorstellen und gleichzeitig einen Hilferuf absetzen. Wir hoffen auf eine letzte Chance für unseren Bummelbenni.

Wir, das sind Mario, Lisa und unsere kleine Tochter Thea, sind im Besitz eines wunderbaren LT1 aus dem Jahr 1984 mit einem 2,4L Dieselmotor, Hochdach und einem gemütlichen Camper-Ausbau.

2022 entdeckten wir das gute Stück zufällig auf Kleinanzeigen und die Bilder überzeugten uns sofort, es war genau das was wir uns vorgestellt hatten, gemütlich und mit Charakter. Wir besichtigten den Bus und entschieden uns sofort für ihn. Damals noch zu zweit überzeugte auch die Größe im Hinblick auf die Familienplanung (die näher lag als vermutet ;-) ).

Auf Festivals und Kurztrips, zwischen +35°C und -10°C, prüften wir unseren neuen Begleiter auf Herz und Nieren. Er wurde ein Teil unserer Familie, so wie das kleine Wesen das wir im Sommer 23 begrüßen durften und die im zarten Alter von 6 Wochen das erste Mal im LT nächtigte. So wurde Benni erneut zum Familien Van.

Dieses Jahr steht nun wieder TÜV an. Da wir Benni technisch immer gut gepflegt haben machten wir uns in diesem Bereich keine Sorgen. Jedoch ist die Karosserie in den letzten Jahren etwas zu kurz gekommen (wurde nie bemängelt). Da wir unser Fahrzeug/Familienmitglied erhalten wollen und einige Roststellen außen zu sehen sind vereinbarten wir mit einem Bekannten, dass er uns diese Stellen schweißt (wir können das leider nicht) und wollten auch in einen neuen Lack investieren.

Da wir ein kleines Loch haben und sicher gehen wollten dass es nicht noch mehr problematische Stellen gibt entkernten wir Benni komplett. Dann der Schock unter der (Holz)Bodenplatte, unter dem Dämmmaterial hatte sich 40 Jahre lang Feuchtigkeit gesammelt und großflächig Rost sowie mehrere Löcher im Blech verursacht.

Ein guter Freund (der leider 600km entfernt lebt) und KFZ Mechaniker ist, machte uns per „Ferndiagnose" wenig Hoffnung (obwohl er selber 3(!) Jahre an seinem T4 geschraubt und geschweißt hat). Zumal er auch sagt es könnte ein Fass ohne Boden sein, falls der LT noch mehr für uns nicht sichtbare Roststellen hat.

Nun zum Schluss und unserer Frage: gibt es im Raum Lübeck, Ostholstein, Nord-West Mecklenburg jemanden der sich auskennt und mal einen Blick auf unser Fahrzeug werfen kann? Oder kennt jemand eine empfehlenswerte Werkstatt die realistisch einschätzen kann ob es sich lohnt da noch zu investieren?

Danke schon mal im voraus!

Grüße aus Lübeck
von Thea, Lisa und Mario
Dateianhänge
IMG-20250406-WA0014.jpg
IMG-20250406-WA0014.jpg (484.37 KiB) 3943-mal betrachtet
IMG-20250406-WA0007.jpg
IMG-20250406-WA0007.jpg (357.72 KiB) 3943-mal betrachtet
20250406_214707.jpg
20250406_214707.jpg (397.27 KiB) 3943-mal betrachtet
LiMa43
 
Beiträge: 1
Registriert: Samstag 28. Mai 2022, 06:45
Fahrzeug: LT28D, EZ 12/84, 75PS, Selbstausbau WoMo

Re: Vorstellung und Hilferuf

Beitragvon Solpat » Donnerstag 10. April 2025, 12:31

Hallo Ihr drei,
konnte jetzt die Bilder nicht öffnen, kann mir jedoch schon aus der Beschreibung ein ziemlich klares Bild machen.

Euch muss klar werden, Ihr fahrt ein 40 Jahre altes Auto. Also einen Oldtimer! Wer einen Oldtimer richtig nutzen will, der muss eine Menge für die Unterhaltung desselben tun. Entweder man wendet dafür viel Geld auf, oder man ist in der Lage ALLES selbst zu machen. Selbst dann noch bleiben die Kosten für Ersatzteile und Werkzeuge.

Aus eurer Beschreibung entnehme ich folgendes:
- Junge Familie = wenig Zeit und wenig Geld
- Geringe bis keine eigenen Fähigkeiten und Möglichkeiten (Halle, Werkzeuge, Schrauber-Erfahrung)

Entweder man kann obige Punkte ändern. Know How kann man sich recherchieren, anlesen und ausprobieren. Werkzeuge kann man sich zulegen. Einen Ort zum Schrauben kann man finden oder sich u. U. auch selbst schaffen. Aber zu glauben das andere für lau einem seinen Oldtimer wieder fit machen grenzt an Naivität.

Daher kommen aus meiner Sicht nur zwei Möglichkeiten für Euch in Betracht:
1. Entweder Ihr steigt VOLL in die Restauration eines VW LT ein, besorgt Euch Werkezuge und eine geeignete Stelle um am LT zu werkeln, lernt schrauben, schweißen, spachteln und lackieren, oder
2. Ihr verabschiedet Euch von dem Gedanken einen 40 Jahre alten VW LT zu fahren, um damit unbeschwert Urlaub mit der Familie machen zu können.

Sorry, dass ich das so hart sage. Aber ich weiß genau wovon ich spreche.

Nix für ungut.

Oliver 4x4
LT 4x4 - Für alle Fälle Allrad ...
Benutzeravatar
Solpat
 
Beiträge: 196
Registriert: Montag 13. Februar 2012, 12:09
Wohnort: in der Nähe von Baden-Baden
Fahrzeug: LT50 4x4, EZ 10/93, noch ACL, Alkovenabsetzkabine

Re: Vorstellung und Hilferuf

Beitragvon Markus aus dem Westerwald » Donnerstag 10. April 2025, 14:07

Hallo Mario,

im Norden kenn ich nicht wirklich so viele Anlaufstellen...
Du könntest aber mal bei HS Automobile in 26842 Osterhauderfehn nachfragen.
Der hat richtig Ahnung von LTs und schon div. restauriert.
Íst vielleicht nicht um die Ecke aber bestimmt einen Anruf wert!

Geld musst du sowieso in die Hand nehmen... muss man halt abwägen.

Grüße aus dem Westerwald
Markus 4x4
Benutzeravatar
Markus aus dem Westerwald
 
Beiträge: 87
Registriert: Mittwoch 31. März 2010, 21:13
Fahrzeug: Lt-40 4x4 Kasten, Selbstausbau,permanent Allrad

Re: Vorstellung und Hilferuf

Beitragvon diesel_elfe » Sonntag 17. August 2025, 12:52

ja moin!

leider leider muss ich euch auch "warnen": wenn sich die erste böse überraschung an verdeckter stelle zeigt, dann wird es meistens nicht besser. euer auto sieht aufn ersten blick auf den photos an einigen stellen ganzschön verbraucht aus. meine erfahrung mit lt (und die beschränken sich tatsächlich auf einfache standard-wartungen und ansonsten auf die karosserie) ist leider auch, das dieses auto in sachen karosseriereparatur ziemlich undankbar ist. viele geschlossene profile die von innen gammeln und allgemein viele hohlräume untenrum die sowohl zum schweissen als auch bzgl rostschutz vergleichsweise schwer erreichbar sind. was hab ich mir schon einen abgebrochen mit ewig langem stickout weils sonst nicht zu schweissen war :lol: . ausserdem ist die die karosse auch (teil-)selbsttragend , was die sache nicht einfacher macht.

grundsätzlich ist es so, das wohnautos aus stahl, vorallem wenn regelmässig und auch im winter genutzt, meistens von innen wegrosten durch luftfeuchte die kondensiert. die lage des taupunktes ist dann auch der einzige vorteil den die hymer-yoghurtbecher haben :-P


ich möchte euch noch die "üblichen verdächtigen" stellen aufführen, vllt hilf euch das dabei einen gesamteindruck zu gewinnen und dann zu entscheiden ob aufgebaut oder geschlachtet wird.

- die gesamten verdeckten stellen im innenraum: boden habt ihr ja schon, hinter schränken und anderen einbauten auch, innerhalb der holme (leiht euch mal ne endoskop-kamera wenn möglich), dann die türen - auch von innen- und einstiege sowie fussaum und amaturenbrett unter den matten. gerade vorne im fussraum ist oft die kälteste stelle wos dann feucht wird.

- untenrum eigentlich alles, problem hier ist das die kräfte eben nicht nur vom rahmen aufgenommen werden sondern teilweise auch von der gesamten karosserie. deswegen muss dort auch ordentlich gearbeitet werden! die hohlkastenprofile finde ich persönlich superfies, da am besten auch mal mit endoskop reinschauen. bei unterbodenschutz ist es wichtig zu wissen das der oft auf den ersten blick eines ungeschulten auges ganz gut aussieht, aber bei näherer prüfung aber unterrostet ist.

- aussen solltet ihr mal schauen wieviel blech und wieviel spachtel das auto hat (geht gut mit nem kleinen magnet, in nem tuch damit der lack net verkratzt). gespachtelte stellen halten erfahrungsgemäss meistens um die 10-20 jahre, dann löst sich der spachtel oft und das spiel geht von vorne los. ordentlich gemacht ist die sache mit karosseriezinn, das ist aber ziemlich aufwändig und es müssen einige dinge beachtet werden, leider nix für "schnell-schnell-diy"

- regenrinne und scheibenrahmen sind superwichtig und eine der sachen die ich immer zuerst prüfe und angehe. denn wenn dort über längeren zeitraum wasser eindringt ist die karre meistens der schlachtung oder der reise nach afrika geweiht. hebt mal den scheibengummi vorsichtig mit nem schlitzschraubenzieher an und schaut darunter. wenn ihr feststellt das der scheibengummi mit ner dichtmasse zusätzlich "gesichert" ist dann ist das ein gutes zeichen. wenn nicht, aber kein oder nicht viel rost drunter: sika rein. wenn nicht und viel rost: scheibe raus, restaurieren - je nach zustand gute 20-40 std sag ich jetzt mal. die regenrinne ist die nächste fiese stelle, da dringt auch mal gerne wasser ein und wenn es eindringt dann oft sehr viel, gerade mit gfk-dach. prüft das genau, incl übergang zum hochdach: regenrinne mit drahtbürste und schaber saubermachen dann ist oft schon viel zu erkennen. wenn es dort reinregnet dann unbedingt sofort sichern, notfalls auch erstmal pfuschen. wenn die regenrinne soweit sauber ist am besten grundieren (erst owatrol öl und dann brantho-korrux nitrofest sind meine zaubermittelchen) und dann sika rein. notfalls kann man auch erstmal die regenrinne mit gaffa-tape zukleben.


bzgl werkstätten, in wesenberg (seenplatte) gibts die gefra. eigentlich ein kranverleih aber mit werkstatt. ist länger her das ich dort war, damals hatten die nen sehr fähigen nutzfahrzeug-meister und faire preise. wenn ihr festivalmässig mit der fusion verbandelt seit könnt ihr auch dort mal anfragen, da gibts eigentlich immer n paar fitte leute. dann gibts noch "basiscampberlin", ringo quast, und die "bustechnikmaniacs". das ist alles die daimler ecke, weiss nicht ab die auch nen lt annehmen. bei den maniacs gibts auch ne selbstschraubhalle.


hoffe euch ein wenig helfen zu können, allzeit gute fahrt und ne hand breit diesel im tank :)
<3 für dich solls roten diesel regnen <3
diesel_elfe
 
Beiträge: 3
Registriert: Freitag 15. August 2025, 18:14
Fahrzeug: LT Motor


Zurück zu LT-Grüße, Neuvorstellungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste