verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Donnerstag 5. April 2018, 14:57

Und gleich noch eine Frage: Verwendet ihr immer Schweißprimer? Ich habe bislang immer soweit es ging im Vorfeld lackiert, außer direkt wo ich schweißen wollte und habe dann satt mit Owatrolöl die Spalten, übereinanderliegede Bleche und die Nähte getränkt.
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Tomturbo1958 » Freitag 6. April 2018, 07:46

Servus!

Wenn du das Blech 30 mm abwinkelst und im Bereich der Schnittfläche (Rohr) schweißt, kannst Du Dir die Winkel und die Schraube(n) sparen. Allerdings würde ich das Blech 2 mm stark nehmen. So kannst Du den gesamten "Schuh" anfertigen, mit Rostschutz versehen und erst danach montieren. So verbrennst Du nur wenig vom originalen Rostschutz/Lack.
Die Festigkeit diagonal gibt Dir die Dachhaut im Verbund mit der Karosserie, die Spriegel sind da nur eine zusätzlich Stütze. Wenn Du mir es nicht glaubst, fahre eine Runde ohne Dach. Die Sprigel müssen nicht mehr aushalten als das Blech woran Du sie anbringst!

Den Schweißpunktfräser wirst Du fürs Dach nicht benötigen? Du kannst einen Blechteil natürlich mit einem Schneidegerät, Blechschere oder Winkelschleifer weg schneiden und danach die Schweißpunkte ausfräsen und den verbliebenen Blechstreifen mit wenig Aufwand weg schälen. Die verbliebene Blechseite hat wenig Beschädigungen und keine Brandstellen. Du kannst den verbliebenen Streifen versorgen und lackieren. Du kannst den Neuteil fernab vom Fahrzeug, ohne Abdeckarbeiten lackieren und danach mit zB. Sikaflex kleben. Bei tragenden Teilen wirst Du an den selben Stellen wie früher Schweißpunkte setzen müssen.
Die Fräser werden relativ schnell stumpf weil das Blech im Bereich der Schweißpunkte Härtestellen hat, aber sonst ist es ein sauberes Arbeiten!

Grüße
Thomas
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Samstag 7. April 2018, 22:50

Wenn du das Blech 30 mm abwinkelst und im Bereich der Schnittfläche (Rohr) schweißt, kannst Du Dir die Winkel und die Schraube(n) sparen.


Oh man, jetzt habe ich es erst kapiert. Ich habe es mindestens 5 mal geesen und drüber nachgedacht. Okay, das klingt ziemlich smart. Mal gucken, wie/ob ich es morgen umsetzen kann.

Danke für Ideen und Hinweise.

Thorben
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Sonntag 22. April 2018, 10:36

Hallo,

ich hänge mal ein paar Bilder zu meinem Umbau an. Es geht voran, aber wie immer langsamer als gedacht. Am Dach gab es viel zu Spachteln und zu glauben, dass meine Dachrinne rostfrei ist war wohl sehr naiv. Es wird sich bestimmt noch ein paar Wochen hinziehen, aber es wird.

Grüße

Thorben

Frage: Weiß jemand was für ein Hochdach das ist? Vom Sven Hedin oder Florida wird es wohl nicht sein, oder?
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Waldfahrer » Sonntag 22. April 2018, 17:55

Servus Thorben,

Reisefreund hat geschrieben:Frage: Weiß jemand was für ein Hochdach das ist? Vom Sven Hedin oder Florida wird es wohl nicht sein, oder?


Auf dem Bild kann ich nur einen Teil des Daches sehen. Und was ich sehe, sieht aus wie ein zusammengestückeltes Serienhochdach.

Vielleicht kannst Du noch ein vollständiges Bild machen?

Warum hast Du die Flachdachspriegel so sorgfältig "herauspräpariert"? Die kommen sowieso weg, oder?

Gruss Josef
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Sonntag 22. April 2018, 20:18

Hallo Josef,

du hast auf jeden Fall recht, dass es zusammen gestückelt ist. Es ist eindeutig zu erkennen, dass es verlängert wurde. Aber denke nicht, dass es das Serienhochdach ist, weil es diese typische Stufenform hat. Oder gab es das auch serienmäßig?

Warum hast Du die Flachdachspriegel so sorgfältig "herauspräpariert"? Die kommen sowieso weg, oder?


ach, sorgfältig ist das nicht unbedingt. Die kommen natürlich weg, aber erstmal möchte ich neue(n) rein und alte(n) raus. Also Stück für Stück.

Vielleicht ist das angehängte Bild besser.

Viele Grüße

Thorben
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon syncromat » Sonntag 22. April 2018, 20:38

Von diesen Hochdächern habe ich schon einige gesehen,wird wohl ein Serienteil sein.Da deiner den etwas längeren Radstand hat wird das jemand angepaßt haben,vermutlich weils dafür sonst nix gab.
LG Frank

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Ab sofort mit einem Concorde 790 XR auf 96er Iveco Daily 2,8TD 122PS unterwegs.
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Tomturbo1958 » Montag 23. April 2018, 07:02

Servus Thorben!

Bitte löse alle Blechteile (Sprigel) in der Nähe der Klebefuge aus. Spanne in den Winkelschleifer eine scheibenförmige Drahtbürste ein, setze eine gut schließende Schutzbrille auf und bürste die Dachrinne aus, überall wo auch nur ein kleiner Rostansatz zu bemerken ist! Dann mach in der Dachrinne und Umgebung einen kompletten Lackaufbau.
Für die Bereiche wo der Lack gesund ist und man nur schlecht anschleifen kann, wie unter oder in der Dachrinne, oder Türausschnitt, verwende ich einen Anlauger von Molto. Das bekommt man bei uns um einen lächerlichen Betrag im Baumarkt. Es würde aber auch ein sogenannter Waschprimer aus dem Lackfachhandel passen. Ein Achterl in zwei Liter Wasser und mit einem Schleifschwamm die Bereiche zügig waschen, danach mit Wasser gut nachspülen. Du wirst staunen und Dich ärgern warum Du Dich bisher mit dem Anschleifen immer so abgemüht hast! Die Oberfläche ist matt und Fettfrei, Lackierfertig!

Ich hoffe das ist nicht wieder zu sehr belehrend rüber gekommen, aber es kann Dir und "Mitlesern" vielleicht helfen!

Grüße
Thomas

Bei Rückfragen bitte eine PN schicken, ich schau zur Zeit selten ins Forum!
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Tomturbo1958 » Mittwoch 25. April 2018, 07:52

Servus Thorben!

Ergänzend, die runde Drahtbürste paßt genau in die Dachrinne und macht Dir das Blech blank an Stellen wo Du sonst schwierig hin kommst. Wenn Du Dir nicht sicher bist ob Du alles Eisenoxid erwischt hast, verwende Brunox Spray, teuer aber sehr ausgiebig. Der ist ein Rostumwandler und eignet sich hervorragend als Haftgrund. Du benötigst eine Dose für die gesamte Klebefuge, inklusive naher Umgebung.

Den Lackaufbau keinesfalls mit Spraydosen oder Nitrolack! Keinen Polyester Füller! die Ausnahme ist der Brunox Spray, der ist auf Epoxy Basis!

Noch etwas, den Winkelscheifer mit der Drahtbürste, mit beiden Händen halten, weit weg mit dem Gesicht! Den kleinen Winkelschleifer (125mm) nicht unterschätzen, wenn sich die Bürste (oder auch andere Werkzeuge) fängt, fährt der ab, den kann man nicht halten!

Grüße
Thomas
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Mittwoch 25. April 2018, 18:50

Hallo,

ich habe mir das soweit jetzt so vorgestellt:

- entrosten wo nötig bis das metall blank ist
- entfetten mit silkonentferner spray
- ggf poren und spalte mit owatrolöl behandeln
- lackaufbau mit pinsel, zweimal brantho kurrox 3 in 1


dann dachaufsetzten und verkleben, außen mit sika 521UV und innen mit sika 221, außen abglätten mit speziellem abglättmittel von sika

spricht was gegen die verwendeten produkte?

Grüße

Thorben
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Tomturbo1958 » Mittwoch 25. April 2018, 21:11

Servus Thorben!


- entrosten wo nötig bis das metall blank ist............................gut so
- entfetten mit silkonentferner spray.....................................entfettet nicht, entfernt aber das Silikon. Besser ist anschleifen und an den unpraktischen Stellen mit dem Anlauger und dem Schleifschwamm. Wie oben beschrieben, Kosten unter 15 Euro, viel schneller fertig und der Effekt ist verblüffend!
- ggf poren und spalte mit owatrolöl behandeln.................................Das Produkt kenne ich nicht. Wie oben beschrieben, verwende ich auf den blanken Stellen den Brunox (gibt es auch in Deutschland) der eignet sich auch als Grundierung. Lade Dir einmal das technische Merkblatt runter! Da hast Du zwei Fliegen mit einem Schlag!
- lackaufbau mit pinsel, zweimal brantho kurrox 3 in 1..................................Das Produkt kenne ich nicht. Ich lasse den Grund ausreagieren und gehe mit einem Füller (kein Polyester) drüber. Danach mit dem Autolack welchen ich dann später am gesamten Auto verwende. Ich lackiere die Dachrinne außen mit. Mit dem Pinsel wirst Du einen Pinselstrich bekommen wo Du in den Vertiefungen zu wenig Körper hast. An der Dachrinnenkante wird sich kein Lack anlegen. Sonst lackiere ich auch mit Pinsel oder Lackroller, nur hier wirst Du besser spritzen.


dann dachaufsetzten und verkleben, außen mit sika 521UV und innen mit sika 221, außen abglätten mit speziellem abglättmittel von Sika.....................Super und noch besser dann später die Klebefuge mit lackieren. Das 221 härtet ca 3mm in 24 Stunden, bei niedriger Luftfeuchte langsamer, bei hoher Luftfeuchte schneller.

Hast Du die Möglichkeit für eine Spritzlackierung? Ich lackiere in unserer LKW Werkstatt nachdem ich sie zuvor unter Wasser setze. Ein halber LT lässt sich da ganz passabel lackieren!

Schreib mir eventuell noch einmal eine abgeänderte Aufstellung. Ich bin Dir nicht böse wenn Du meinen Empfehlungen nicht, teilweise oder abgeändert folgst!



Grüße
Thomas
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Tomturbo1958 » Mittwoch 2. Mai 2018, 18:06

Servus Thorben!
Wie läuft´s, schon lange nichts gehört!?
Grüße
Thomas
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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Mittwoch 2. Mai 2018, 21:06

Hallo,

das stimmt, ich habe mich länger nicht zu Wort gemeldet. Naja, es geht relativ schleppend voran. Ich finde immer nur ein paar Stunden Zeit und da kommt man gar nie so weit wie man es sich vorstellt. Ich habe jetzt drei neue Spriegel eingebaut, von hinten beginnend. Auch schon alles entrostet bis aufs blanke Metall. Ich denke ich habe da eigentlich Glück gehabt, es gibt glaube ich LT Rinnen die deutlich schlimmer aussehen. Ich habe mir den Brunox Entroster/Grundierer gekauft und will damit am Wochenende dann Rinne und Dachholm grundieren. Wenn dieses Produkt wirklich so gut ist, wie es beschrieben wird, dann bin ich sehr begeistert. Ich will erst die Spriegel vollständig eingeschweißt haben, bevor ich den Lackaufbau mache, damit nicht alles ringrum zerbrennt. An den Stellen wo ich schweiße und später kein Lack mehr hinkommen kann, benutze ich Schweißprimer.
Wenn alles am Wochenende so klappt, wie ich es mir wünsche, dann kann ich Anfang nächster Woche das Dach verkleben. Dann wäre das ganze doch schon mal fast geschafft, klar TÜV noch und dann dämmen und verkleiden.
Ich berichte weiter...

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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Reisefreund » Dienstag 17. Juli 2018, 19:16

Hallo in die Runde,

lange hat es gedauert, aber jetzt habe ich ganz offiziell einen LT mit Hochdach. Gestern habe ich nach der HU auch direkt die Einzelabnahme bekommen. Der Prüfer war sehr entspannt und nett und so gab es ohne Probleme das Gutachten.

Ich danke allen für das Mitwirken!

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Re: verschiedene Fragen zum Thema Hochdach

Beitragvon Tomturbo1958 » Sonntag 22. Juli 2018, 21:19

Servus Thorben!
Gratuliere zum Etappensieg! :doppel_top:
Grüße
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