Perkins ersetzen

Hier sollte alles rein was irgendwie direkt mit LT-Technik zu tun hat.
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Perkins ersetzen

Beitragvon Zeraphyn am Samstag 27. Februar 2010, 14:29

Mahlzeit,

mein wundervoller-naja-stimmt-so-nicht-ganz-aber-ich-ich-mag-ihn - LT ist ernstlich verletzt. Er hat aber eine H-Zulassung und ich habe schon einige Mühe reingesteckt.
Der PerkinsDiesel hat seinen Geist aufgegeben. Unrettbar, so richtig mit Riß im Guß. Naja, geölt hat er sowieso schon.
Jetzt bleiben zwei Möglichkeiten:
Perkins finden, kaufen, schicken lassen, einbauen - losfahren

oder

CP-Motor mit Vorderachse, Getriebe, Kardanwelle und teilweisen Kabelbaumaumbau einbauen.

Nun ja. Hat das schon mal jemand gemacht außer Harald (der andere Harald. Ich bin der neue Harald)?
Hat jemand Ideen dazu?

Über Kommentare und auch über Angebote ( PerkinsMotor oder Fahrzeug zum ausschlachten mit CP Motor) freue ich mich.

Liebe Grüße aus Berlin, Harald
Zeraphyn
 
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Anke Klute am Samstag 27. Februar 2010, 22:21

Hallo Harald
bei mir ums Eck ist die Fa. Hoeckle in Mössingen die richten und restaurieren Perkinsmotoren ein Freund von mir
hat dort seinen Kopf richten lassen ist aber schon einige Zeit her der Perkins Läuft aber immer noch.
Anfragen kostet ja nichts ich würds probieren.
Mössingen ist ungefähr 30 km von Stuttgart entfernt damit Du weisst von was ich hier rede.
FA HOECKLE IN MÖSSINGEN kannst Du Googeln.
Gruss Hans
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Harald M am Samstag 27. Februar 2010, 23:55

Hallo Harald!
Hier ist der andere HARALD.
Ich habe vor vielen Jahren (1983) meinen Perkins auf CP umgerüstet.
Ich hatte dazu ein Schlachtfahrzeug, da war das keine große Sache.
Da ich damals noch keinen eigenen Motorheber hatte, habe ich den LT vorn so hoch gebockt und dann den Motor mit Getriebe
und der Vorderachse zusammen nach vorn raus genommen,nur mit einem Wagenheber.
Ich habe dann die Vorderachse vom CP Motor mit dem Motor und Getriebe dann auch wieder so eingebaut, mit :TÜV .
Ich glaube der Umbau hat damals so eine Woche gedauert und das alles ohne Halle, alles bei mir vor der Haustür, bei gutem Wetter. :grin:
Du brauchst auch ein Teil des Kabelbaums, Kardanwelle,Kühler, Kühlerschläuche, Auspuff.
Durch die lange Hinterachsübersetzung lag die Endgeschwindigkeit bei meinem LT so bei 145 km/h.
Das hatte den Vorteil, dass der Verbrauch bei 100 km/h sehr günstig war.
Was auch noch positiv war, war der Geräuschpegel bei 100 km/h gegenüber dem Perkinsmotor
Den CP Motor gab auch schon ab 11/ 1978.
Wenn Du Fragen haben solltest kannst Du mich auch anrufen 05503-3361.
Gruß HARALD
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon erazer13 am Sonntag 28. Februar 2010, 03:11

Hm... wo ist der Riß und wie lange ist er?
Ist eben eine Frage der Kosten.
Wenn du selber schraubst und was für die "Ewigkeit" möchtest so würde ich mich nach einem defekten Perkins umschauen und dann gleich den Motor neu aufbauen mit Kolben im Übermaß, neuen Lagern (Pleuel, Kurbelwelle und natürlich Dichtungen). Die Teile sind nicht teuer :TOP:

Umbau auf CP rentiert sich kaum, ich wollte in meinem statt einem DW einen CP einbauen und ließ es dann sein - habe lieber meinen Motor mit einem Ersatzmotor mit wenig Laufleistung neu aufgebaut

Billige Lösung - schweißen lassen (wenn es geht) und schnell verkaufen (was auch nicht die nette Art ist :roll: )
Obwohl ein geschweißter Block oft auch ewig hält...
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Kater Tom am Sonntag 28. Februar 2010, 13:31

Ich hier in Hannover möchte meinen Perkins LT verkaufen.
Frißt kein Öl, verbraucht Autobahn/ Landstraße/ Stadt, 10.0/ knapp 12.0/ 14.5 Liter und läuft in der Ebene 120 km/h nach Navi. Soll ca. 87 000 km runter haben. Hatte lange Womo-Zulassung, jetzt LKW. TÜV 10/2010. Hat einen Teilausbau drin, soll 1500€ kosten.
Würde es nach Berlin auf eigener Achse, oder auch bis nach Südspanien und noch weiter, schaffen.

Beste Grüße, Tom
Kann ein bißchen was über Schottland und Sizilien mit LT sagen. Einfach mal anfragen.
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Zeraphyn am Sonntag 28. Februar 2010, 20:35

Servus,
Ich mal nur schnell zwischendurch Danke sagen. Ich bin an einem LT mit CP und anscheinend echten 150.000 km zum Umbauen dran. Der würde mich alles in allem 650,- kosten bis er bei mir steht. Die Teile, die ich brauche sind anscheinend völlig ok. Dann kämen zwei Wochen Arbeit auf mich zu und Harald hat mir ja Mut gemacht.
Ich werde auch Kontakt mit Tom aufnehmen. Mal sehen, was er mir anbietet. Ich will aber meinen mit H-Zulassung nicht wirklich aufgeben. Der kostet mich schließlich nur 320,- Euro um Jahr an Versicherung und Steuer und Ihr wißt ja Bildhauer haben garantiert kein Geld. Der Musste schon oft genug wegen Dieselmangel stehen bleiben.
Ach ja, Entscheidungenen zu treffen ist schon schwer. Ich glaube am liebsten wäre, mir läuft ein guter Perkins über den Weg. Ich glaube, den Motor auf Haralds Art ein und auszubauen ist schon cool. Ich habe keinen Motorheber. Also wenn ich das so mache, kann ich je eingentlich auch den restlichen Umbau machen. Das würde wieder für den Umbau auf CP sprechen.

@ Erazer
Ich habe Deinen tollen thread gelesen. Alle Achtung. Was spricht DEiner Meinung nach gegen einen Umbau?

Grüße,

(der andere) Harald
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon erazer13 am Sonntag 28. Februar 2010, 22:39

...was meiner Meinung nach dagegenspricht? --->

Du mußt die Vorderachse wechseln, Kardanwelle, Halterungen etc.
Daa sind viele Schrauben die oft auch "fest" zu sind ;-) .

Dann schraubst du einen Motor rein denn du nicht kennst... :-?
H Kennzeichen bedeutet bei euch in Deutschland doch -> Originalzustand? ..das fällt dann ja mal weg...

Wollte in meinen DW einen CP einbauen doch meiner ist leicht liegend montiert und der CP wäre stehend gewesen was Probleme mit der Ölpumpe gemacht hätte zudem mit der Motorabdeckung.
Denke ich war gleich schnell damit meinen nackten Block mit den Teilen des CP`s zu bestücken als mit dem Umbau des ganzen Motors.
Zudem habe ich jetzt alles neu gelagert, eingestellt und abgedichtet und bin auf der sicheren Seite.

Ich persönlich halte vom Perkins sowieso nichts aber wenn so ein Motor neu aufgebaut ist hält er natürlich wieder lange.
Du hast mir leider noch nicht gesagt wo der Riss im Block ist. Ich arbeite im Schiffsbau und wir schweißen bei uns auch Gussblöcke von Schiffs-Pumpen etc (für "richtige" Schiffe wie Tanker etc..).

- Also zuerst ist mal interessant ob der Motor noch gut ist (Ölverbrauch und Leistung, ob er klappert und raucht usw.)
- Wo der Riss eigentlich ist (Motorblock oder Zylinder und Ort)
- Weshalb entstand der Riss
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Zeraphyn am Montag 1. März 2010, 22:42

Hi

@erazer
beim letzten Ölkontrollieren versehentlich Kabel für Temperaturanzeige mit abgezogen, gewundert, warum er nicht richtig warm wird, Kühlwasserschlauch geplatzt, Motor ist heiß geworden, , Kopfdichtung zerbröselt, Motor gekocht. Wasser und Ölgemisch kam schon zum Ventildeckel raus. Dann noch gefahren wegen Streß auf der Autobahn. Nochmal angelassen, da waren dann schon die Zylinder voller Wasser. Er wurde dann nochmal 3km gefahren bei Tempo 30 (mehr ging nicht). Also ich glaube, das wird nichts mehr. Und wegen der H-Zulassung denke ich, welcher TÜV-Prüfer kann schon die Motoren auseinander halten? Wer kann sagen wann bei so einem Alten Auto die Motoren gewechselt wurden und dann denke ich, wenn ich die Vorschriften verstanden habe, wäre das sowieso zulässig, da der Sven Hedin ab 11.78 eh mit dem CP ausgeliefert wurde. Ich kann mir , denke ich sogar aussuchen, ob ich ihn eintragen lassen.


@alle
Ich will motormäßig keine aus-zwei-mach-eins-experimente machen. Das gibt immer Probleme und so viel Ahnung hab ich dann auch nicht. Also nur grad noch gelaufenen Motor im ganzen mit allem drum und dran von einem Auto ins andere setzen. Kein Dieselpumpen ab und Anbau, kein Getriebe an und abbau und so weiter.

Zahnriemen und Ventileeinstellen ist ok.
Ich bin der Meinung, wenn der Motor in dem einen Auto gehalten hat, Öl und Wasser drin ist, der Motor nicht heiß war, kann mit dem CP-Motor nichts passieren.
Das ist meine schlichte Philosophie, mit der ich seit vielen Jahren zurechtkomme. Immer so genau wie nötig, nicht wie möglich.

Das ist mein Plan,Was meint Ihr?

Ich kann ein Auto mit einem der ersten CP Motoren bekommen. 8.78. 160.00 wahrscheinlich echte km Mit Überführung und allem drum und dran kostet er mich 650.-.

Fällt Euch was ein zu meiner im groben dargestellten vorgehensweise?
-LT soweit hochbocken, dass die Federn entlastet sind
-alle Verbindungen von Motor und Chassis lösen
- Vorderachse vom Chassis lösen
-Kühler abbauen
- das ganze nach vorne und hinten Stabilisieren. (Hund unters Getriebe)
- Kardanwelle vom Getriebe lösen
- LT so weit hochbocken, dass die Vorderachse samt Motor und Getriebe vorgezogen werden kann.
- Zahnriemen neu machen, Ölfilter wechseln
-Kardanwellen tauschen
-Einbau des anderen Motors auf die gleiche Weise
-Kühler tauschen
-Kabelbaum aus schlacht LT ausbauen
- Motorabschaltung umbauen
-Bremsen neu anschließen, Sturz neu einstellen, Ventile einstellen -fertig
dann :drive

@Harald : im groben ok so?
Wittert noch jemand grobe Fallen?

Grüße,

Harald
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Re: Perkins ersetzen (Umbau auf CP)

Beitragvon Zeraphyn am Montag 1. März 2010, 23:18

Und noch was:
@Harald
passt das die 5Gang GetriebeGlocke vom CP beim Perkinschassis rein oder muss ich diese "Beule" für die Getriebeglocke auch mit umbauen? Gab es den ersten CP auch mit 4-Gang?Getriebe?

Gruß, Harald

P.S. Ich arbeite mich langsam rein
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon erazer13 am Montag 1. März 2010, 23:22

Oweh... :shock: :grin: :shock: :grin:

ESP ein und ausbau ist dir zuviel? ...und dann willst du den ganzen Wechsel doch machen (apropo) ESP muß auch eingestellt werden dann...)

Grössere Fallen werden das Gewicht des Motors mit angeflanschten Getriebe sein, einige hartnäckigen Schrauben und dann den Motor mit der Achse wieder gerade zu positionieren :roll: .
Du musst ja zwei Motoren und Achsen ausbauen und einen wieder einbauen...

Schreib uns dann einfach ab und zu wies läuft.
Ich steh mal hinter dir und drücke dir die Daumen :TOP:
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Harald M am Donnerstag 4. März 2010, 12:02

Hallo Harald!
Eine zweite Hand bei dem Umbau ist nicht schlecht. Bei mir hat das damals meine Frau übernommen.
Ich habe damals alles vom CP komplett übernommen.
Da gibt es keine Probleme.
Ob das Getriebe vom CP an den Perkins oder umgedreht passt, kann ich im Moment nicht sagen.
Zum Oltimer Kennzeichen: der CP Motor wurde auch schon 1978 verbaut, da gibt es keine Probleme.
Schwergängig sind meistens vorn die beiden Schrauben vom Stabi, ich glaube 32 mm.
Da habe ich aber schon mal im Forum gesehen, dass ein LT Schrauber einen Maulschlüssel vorn abgeflext und auf eine Nuss geschweißt hatte. Das ging wohl ganz gut so.
Denn vorn auf die Schraube kannst Du nur einen Maulschlüssel setzen. Falls Du so etwas brauchst, sag es, ich bau Dir die Nuss und schick sie Dir. Kannst Du mir dann wiedergeben, wenn ich im Frühjahr wieder mal nach Berlin komme, Berlin war doch richtig, oder?
Ich würde Dir auch helfen, aber Du wohnst leider etwas weit weg.
Es ist eine reine Schrauberarbeit und man muss eben schauen, dass man alle Schrauben, Kabel und was sonst noch dazu gehört auch findet.
Wenn Du Fragen haben solltest, wie schon gesagt, ruf mich an 05503-3361.
Gruß HARALD
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Zeraphyn am Donnerstag 11. März 2010, 21:08

Hi,
Ich habe es entschieden und werde den Umbau wagen. Perkins raus, CP rein. Komplett. Einen Teilespender habe ich gefunden, Harald werde ich in den nächsten Tagen anrufen, Erazer und Kater Tom sind auch eine "Bank" und ein LT ist auch kein Hexenwerk.
Am 12. April mache ich mich auf den Weg in die Lausitz, wo das Auto steht und dann ran an die Buletten. 3 Wochen Zeit habe ich erstmal eingeplant.
Und ich werde hier berichten.

Grüße aus Berlin,
Harald
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Kater Tom am Donnerstag 11. März 2010, 22:48

Hi!

Die Getriebe passen nicht aufeinander. Ich wollte nämlich zu meinem Perkins ein Fünfganggetriebe montieren welches ich in einem Ersatzteilträger drin hatte.
Der Perkins verbraucht weniger als der Sechender und hat mehr Kraft (Nm), ist schneller. Ein Perkins mit meiner Kilometerleistung hält noch ewig und ist auch nicht so wärmeanfällig. Springt bei Eiseskälte (neulich) nach drei Umndrehungen an, fast ohne Leerlaufversteller.
Ein echter Industriemotor, robust und Teile gibt´s noch bei Perkins direkt. Gebrauchte Teile gibt´s für den Sechsender allerdings gebraucht besser.
Insgesamt wünsche ich Dir Glück!
Wollte grad eine Mail an Dich senden nachdem Du mir endlich geantwortet hast.
Aber das kann ich wohl lassen denn Du hast Dich ja schon entschieden?!
Der TÜV-Prüfer kann die Motoren sehr leicht unterscheiden. Einer ist ein Vierzylinder und er der andere ein Sechszylinder. Ohne Eintrag fährst Du zudem ohne Betriebserlaubnis. Nach einem Unfall braucht Deine Versicherung nicht zu zahlen!
Beim Perkins hast Du nie Zahnriemenwechsel (Stirnräder!) (in den man übrigens die Wasserpumpe mit einbezieht), da er keinen besitzt. Es gibt zwei Zahnriemen, einen vorne und einen hinten beim Sechsender. VW ruft dafür über 600€ auf, nicht ohne Grund. Denn er ist etwas knifflig, der Wechsel.
Mein LT ist auch ohne H billiger als Deiner. Zumindest wenn Deiner 380€ kostet wie in Deiner Mail beschrieben und nicht 320€ wie hier im Tröt. Und den Zustand müßtest Du zudem halten beim H sonst ist es weg beim nächsten TÜV. Insgesamt würde ich beim Dieselmotor immer möglichst genau arbeiten. Bei den Drücken und Belatungen ist sorgfältiges Arbeiten, insgesamt im Maschinenbau sowieso, wichtig. Dies ist nämlich genau der technische (und tatsächliche Grund) für die schlechte Qualität chinesischer Produkte.
Perkins Motoren sind merkwürdigerweise schlecht beleumundet. Dabei laufen sie endlos in Staplern, Schiffen, LKW´s, Landwirtschaft. Die Industrie straft aber schlechte Produkte sofort mit Ablehnung ab. Wenn eine Industriedrehmaschine z. B. so schnell kaputt ginge wie unsere Autos wäre sofort Krach und Geld für den Hersteller fällig. Standzeiten wie bei unseren Autos würde sich kein Maschinenbau gefallen lassen! Die Perkinsmotoren müssen also Qualität sein!
Ich selbst hab bisher noch niemanden gekannt der gleichzeitig gegen einen Perkins war und schon selbst einen hatte.
Ich fahre meinen Perkins bisher 3.5 Jahre und bin sehr überzeugt von dem Motor. Außer daß er lauter als der Sechender ist!
Ich war damit in Südspanien, auf Sizilien, in Schottland, verschiedentlich in Deutschland unterwegs und hab zusätzlich damit noch Hänger gezogen und vorn drin gewohnt währenddessen
Und genau, schreib uns mal wie es ausging!
Wirklich, viel Glück und Erfolg aus Hannover!
Schmeiß Deinen alten Perkins bitte nicht weg! Und auch keine Anbauteile! Ich hol mir den von Berlin ab und gucke mal rein! Solch einen Schaden mal zu demontieren wird lehrreich sein und den Umgang mit dem eigenen Motor bestimmt noch bewußter machen. Und wer weiß was man sich noch hinlegen kann! Und andere Teile, z. B. Teile der Schiebetür, würd ich auch nehmen.
Übrigens wird der Perkins nicht zu heiß. Nicht bei schneller Fahrt überladen in den Bergen und mit schwerem Anhänger in großer Hitze. Hab ich mehrfach gemacht. Dein Motor muß schon etwas Anderes vorher gehabt haben. Und er hat ja ein permanent mitlaufendes Ventilatorrad. Eine verpaßte Aufschaltung eines kühlenden Ventilatorrades fällt damit auch weg. So gesehen ist es egal ob Du die Temperatur vorher sahest oder nicht.
Und Weiterfahren trotz des von Dir beschriebenen Schadens verkraftet absolut kein Motor. Ende ist Ende!!!
Übrigens ist auch die Kühlung des Sechsenders anfällig. Die Viscokupplung war leider auch nicht das Gelbe vom Ei. Da würde eine fehlende Info über die aktuelle Temperatur wirklich fehlen.
Ach ja, da gibts´solche Homepage. Die sind mit dem Perkins in Afrika rumgefahren!
http://www.bernd-jacobi.de/fahrzeuge/fahrzeuge.html

Beste Grüße, Tom
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Kater Tom am Freitag 12. März 2010, 11:48

Ach ja, Harald, wenn ich mir Deinen Perkins eh hole und Du den Umbau bei Dir vor der Tür machst, ich kann mit meinem VW Diesel zu Dir kommen und Dir helfen. Dort können wir auch gleich 1:1 vergleichen wenn etwas unklar ist.
Hab superstabile Auffahrrampen und einen, nicht ganz funktionstüchtigen, mechanischen Panzermotorheber der wohl viele Tonnen schafft. Wohnen und schlafen kann ich in meinem LT.
Ach ja, ich bin nicht der Schrauber Gott, hab nur schon lange und öfters LT´s. Bin ich sehr überzeugt von den Dingern! Meint, nur weil ich vor Ort bin muß der Umbau nicht automatisch klappen, Du verstehst? Aber interessant wird es alle Male! ;-)

Beste Grüße, Tom

P.S.: Ich kann ja auch mit meinem Perkins kommen. Wenn es nicht klappt, fahr ich mit dem Zug nach Hause! :grin: :grin: :grin:
Dann hast Du auch drei LT´s! :grin: :grin: :grin:
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Zeraphyn am Freitag 12. März 2010, 20:19

cool, Tom. Lass uns telefonieren. Und... Sicher bin ich mir gar nicht !!! Ich brauche halt ein Wohn mobil und hab 1000,- und Zeit. Meins ist ganz hübsch, nicht der Knaller und fehlt ja nur der Motor. Am liebsten wäre mir schon ein Perkins.


Harald

Ach ja. Eintragen lassen wollt ich das ganze schon. Und TÜV im Osten ist schon was anderes mit alten Autos. Die Leutz wissen wirklich oft gar nichts. Sehe ich jedesmal mit meiner FJ und XS und bis vor einigen Jahren bei meinem MB 608 Bj 1968. Die haben wirklich gar nichts gewusst was so original ist oder von andern Fahrzeugen ist.. Im Westen wäre keines der Fahrzeuge durchgekommen.
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon tommylee25 am Freitag 12. März 2010, 21:21

Grüßt Euch alle samt.
Jetzt habe ich den gesamten Verlauf gelesen, und kann aber eigentlich nur Tom wirklich bei pflichten.
Die Sache mit den Industrie Motoren ist Fakt. Das Produzierende Gewerbe und auch das Transportgewerbe
kann sich keine kurzen Laufzeiten bzw. lange Standzeiten leisten. Da kommen ganz schnell Schadensersatzansprüche.
Perkins steht für Industriemotoren. Ich habe aktuell einen 84er Hedin mit einem BENZIN Motor. Ich fresse keine großen
Kilometer runter. Vorher hatte ich einen 93er Karmann mit dem 92ps Turbodiesel. Dieser hatte allerdings mit 180.000 km
einen Kopfschaden. Das ganze wurde ein teurer Spaß. Prüfe den CP genau! Wünsche Dir VIEL Glück und gutes Gelingen.

:VW: Grüße tommy
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon erazer13 am Freitag 12. März 2010, 21:48

Meine Meinung zu der Haltbarkeit der verschiedenen Motoren: DW "ums Eck bei mir" hat 470.000km auf der Nadel und noch den ersten Kopf etc....

VW trennte sich von den Perkins Motoren WEIL diese zu anfällig waren und es zu viele Probleme gab und der Ruf der Zuverlässigkeit von VW in Gefahr war.
Mit Audi zusammen wurde dann schnell ein Ersatzmotor konstruiert. Das sind einfach die Fakten.Ein VW-Händler sagte damals wortwörtlich: "Der Perkins ist nach 80.000km futsch".
Ich liebäugelte vor 20 Jahren mit einem LT mit Perkins....fuhr damals aber immer die kleineren VW-Transporter .

Perkins Motoren sind in der Landwirtschaft eingesetzt - aber Perkins hatte keine Erfahrung mit Automotoren - ein Automotor dreht höher und auch längere Zeit hoch auf der Autobahn z.B.- ein Traktor nicht...die Anforderungen sind einfach anders als wie mit dem Traktor ein Feld zu düngen... :grin:
Hoher Dauerbelastung tötet die Motoren - was sie aber vom Traktor haben ist die Kraft unten heraus.
ABER - der Hauptfehler war, dass der Motor einfach zu schwach war, es fehlten einfach die Pferde im Motor.
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Kater Tom am Samstag 13. März 2010, 13:27

Hallo Erazer!

Nimm´s mir nicht übel, aber so einiges davon ist einfach totaler Blödsinn!
Die Drehmomentverläufe sämtlicher LT Diesel sind hier irgendwo im Netz im Diagramm dargestellt.
Dort wird beim Perkins der Drehmoment nur noch vom Turbo Diesel übertroffen aus der Baureihe LT 1.
Mein Vater hat damals an genau diesem beim LT eingebauten Perkins mitentwickelt als Ingeneur. Speziell über diesen Motor weiß ich dadurch viel inzwischen, auch wenn es mich damals als Kind nicht interessiert hat!
Der Perkins Diesel wurde zwischendurch "zu teuer" dazugekauft als Übergang weil die VW-eigenen Dieselmotoren die zuvor Verwendung fanden, gar nicht gingen! Der Perkins war von Anfang an als Übergang gedacht bis VW einen Motor so weiterentwickelt hat daß dieser Verwendung finden konnte in den LT. Eine Motorentwicklung, selbst eine Weiterentwicklung, ist nicht mal so innerhalb weniger Monate zu machen!
80 000 km ist der Komplettquatsch! Und genau wie ich es mir dachte, Du hattest natürlich noch keinen Perkins. Bei mir ist es sogar schon der Zweite (nicht im gleichen Auto). Wer jedenfalls damals "die kleinen Transporter" fuhr scheute weder Spritpreise (wegen des hohen Verbrauchs) noch den Besuch der Werkstatt! :grin: Ich weiß Das aus eigener Erfahrung. Die LT´s waren damals einfach viel zu teuer im Gegensatz zum Bulli. Heute sind die LT´s merkwürdigerweise billiger als die technisch viel unzureichenderen Bullis. Aber irgendwie auch gut...
Motorverschleiß erkennt man von außen am Ölverbrauch, Startwilligkeit, Kompressionsdiagramm, erreichte Endgeschwindigkeit usw. Qualität erreicht man durch genaues Arbeiten bei der Herstellung (geringe Toleranzen), ausreichend großdimensionierte gut geschmierte Lager, ausreichende Lagerung drehender Teile überhaupt, geringe Unwuchten, solide Konstruktion mit möglichst gleichmäßig ( "in der Dicke") Guß wegen der Kühlung, usw.
Einen Schiffsmotor, mit einem ganz anderen Einkaufspreis (!) gußschweißen zu lassen, und dies mit einem "PKW-Motor" zu vergleichen wie Du es tust, ist sowieso wirtschaftlicher Unfug!
Die Drehzahl eines Dieselmotors bestimmt sich aus seinen Maßen, Innenleben.
Dies merkt jeder Besitzer solch alter Diesel schon beim Beschleunigen! Wenn man bei einer bestimmten Drehzahl angelangt ist, wird man plötzlich kaum noch schneller. Nur noch durch Schalten. Damit ein Dieselmotor überhaupt etwas leistet muß er in einem bestimmten Bereich laufen. Die Geschwindigkeit wird durch das Getriebe geregelt. Es über Drehzahl machen zu wollen, wie Du behauptest, geht bei den alten Dingern nur bei Benzinern.
Ach ja, Audi hatte damals keine Dieselmotoren. Und eine Neuentwicklung kostet mehr als fünf Jahre, meist eher zehn, damals. Der Perkins wurde aber meines Wissens nach nur knappe zwei Jahre verbaut. Weshalb es ihn gebraucht nicht so oft gibt.
Und damit der Motor im Einkauf nicht noch teurer wurde, bekam er leider, leider nur ein Vierganggetriebe! Ein fünfter Gang würde ihm wirklich guttun! Und auch meinen Ohren!
"Pferdestärken" sind sowieso nur eine technische Angabe. Was zählt sind die meßbaren Newtonmeter! Etliche Traktoren alter Bauart haben wenig PS und viel Kraft! Merkwürdig was?
Die Sechsender sind übrigens bekannt für ihre Anfälligkeit für hohe Temperaturen! Dies bedeutet nicht, daß sie ständig kaputt sein müssen, sondern nur das der Fahrer darauf ein besonderes Augenmerk haben muß!
Im Übrigen bezweifele ich daß Du bei Deinem "DW, ums Eck" erkennen kannst ob der wohl noch den ersten Kopf drauf hat! Schon allein ob er den "ersten Tacho" hat ist nicht wirklich bekannt! :lol: Und "Kräfte vom Traktor" vererben sich nicht einfach so. Besonders nicht, wenn es nicht mal die gleichen Motorbaureihen sind. "Kraft" ergibt sich aus großen Hubräumen mit den entsprechenden Maßen welche auch noch im Verhältnis zueinander stehen müssen!
Du scheinst mir einer der Leute im Netz zu sein die diese gefährlichen (in Deinem Fall nicht mal halb) Halbwahrheiten verbreiten!
"Ersten Kopf" erkennen können einfach mal so, "zu wenig Pferdchen" ohne Newtonmeter zu kennen usw. deklassiert Dich leider!
Versuch bitte in Zukunft nicht, solchen Blödsinn zu verzapfen!
Und natürlich fehlt weiterhin die Anrede und Dein Name am Ende des Textes. Aber bei solchen Beiträgen bliebe ich auch lieber anonym!
Weißt Du wie das bei den Kollegen in der Werkhalle ankommt wenn man weder "Guten Morgen" sagt noch sich vorstellt! Das gibt während der Lehrzeit jeden Morgen einen Nackenschlag vom Meister und Deine Kollegen gucken Dich gar nicht an!
Wenn schon einfache Grundregeln Dir so schwer fallen, wie willst Du denn genau arbeiten? Die ganze Einstellung ist doch von vornherein auf schlumpfen angelegt!

Beste Grüße, Tom

P.S.: Ich weiß daß Langhuber wie der Perkins problematisch sein können. Und es in englischen Autos auch öfter mal sind. Aus der Art der Konstruktion, in Verbindung mit durchdachter Lagerung, Kühlung und Schmierung ergeben sich aber auch etliche Vorteile. Und diese sind deutlich beim LT Motor zu bemerken! Und der außerenglische Entwicklungsbeitrag hat sich sicherlich positiv ausgewirkt!
So Einiges was ich oben ausführte sind maschinenbautechnische Tatsachen. Das ist nicht diskutabel, auch nicht von Erazer. Das ist einfach so, fertig!
Übrigens wurde dieses "Made in Germany" mal von den Engländern erdacht um ihre, damals maschinenbautechnisch viel besseren Erzeugnisse, von denen anderer, schlechterer Maschinenbauer zu unterscheiden. Aber dies ist sehr lang her und nicht mehr auf den aktuell diskutierten Perkins anzuwenden!
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Re: Perkins ersetzen

Beitragvon Zeraphyn am Sonntag 14. März 2010, 17:03

Hi,

Immer langsam mit den jungen Pferden!!!!!

Zum Thema Langhuber: ich hatte lange Jahre einen DB 608, der hatte einen 4 Zylinder Motor mit 4 Liter Hubraum und ich glaube um 8o PS, BJ 1968. Das Teil war unkaputtbar und läuft immer noch in den wenigen in Deutschland gebliebenen Autos und vor allem in Afrika. Diese Motoren waren ab Werk für 1.000000 km ausgelegt, ohne das irgendetwas geöffnet werden sollte und es stimmte. Es gab ihn auch als 6 Zylinder mit 120 PS aber sehr selten das war dann der 612. Ich ärgere mich heute noch, ihn verkauft zu haben.
Leider kosten Autos mit diesem Motor und dann noch mit einigermaßen hübscher Ausstattung deutlich über 4000,- . Wenn Geld keine Rolle spielte, und ich unbedingt nen Oldtimer fahren wollte, würde ich immer dieses Auto nehmen.
Den LT finde ich wegen seiner Dimensionen so klasse: relativ kurz und breit.
Inzwischen habe ich ein Angebot für einen Perkins-Motor bekommen, der allerdings schon ein paar Jahre rumliegt.
Ich werde berichten.

Grüße,

Harald
Zeraphyn
 
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Registriert: Samstag 27. Februar 2010, 14:01
Fahrzeug: LT 28 ´77 Sven Hedin mit H-Zulassung und Perkins


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