Hallo Erazer!
Nimm´s mir nicht übel, aber so einiges davon ist einfach totaler Blödsinn!
Die Drehmomentverläufe sämtlicher LT Diesel sind hier irgendwo im Netz im Diagramm dargestellt.
Dort wird beim Perkins der Drehmoment nur noch vom Turbo Diesel übertroffen aus der Baureihe LT 1.
Mein Vater hat damals an genau diesem beim LT eingebauten Perkins mitentwickelt als Ingeneur. Speziell über diesen Motor weiß ich dadurch viel inzwischen, auch wenn es mich damals als Kind nicht interessiert hat!
Der Perkins Diesel wurde zwischendurch "zu teuer" dazugekauft als Übergang weil die VW-eigenen Dieselmotoren die zuvor Verwendung fanden, gar nicht gingen! Der Perkins war von Anfang an als Übergang gedacht bis VW einen Motor so weiterentwickelt hat daß dieser Verwendung finden konnte in den LT. Eine Motorentwicklung, selbst eine Weiterentwicklung, ist nicht mal so innerhalb weniger Monate zu machen!
80 000 km ist der Komplettquatsch! Und genau wie ich es mir dachte, Du hattest natürlich noch keinen Perkins. Bei mir ist es sogar schon der Zweite (nicht im gleichen Auto). Wer jedenfalls damals "die kleinen Transporter" fuhr scheute weder Spritpreise (wegen des hohen Verbrauchs) noch den Besuch der Werkstatt!

Ich weiß Das aus eigener Erfahrung. Die LT´s waren damals einfach viel zu teuer im Gegensatz zum Bulli. Heute sind die LT´s merkwürdigerweise billiger als die technisch viel unzureichenderen Bullis. Aber irgendwie auch gut...
Motorverschleiß erkennt man von außen am Ölverbrauch, Startwilligkeit, Kompressionsdiagramm, erreichte Endgeschwindigkeit usw. Qualität erreicht man durch genaues Arbeiten bei der Herstellung (geringe Toleranzen), ausreichend großdimensionierte gut geschmierte Lager, ausreichende Lagerung drehender Teile überhaupt, geringe Unwuchten, solide Konstruktion mit möglichst gleichmäßig ( "in der Dicke") Guß wegen der Kühlung, usw.
Einen Schiffsmotor, mit einem ganz anderen Einkaufspreis (!) gußschweißen zu lassen, und dies mit einem "PKW-Motor" zu vergleichen wie Du es tust, ist sowieso wirtschaftlicher Unfug!
Die Drehzahl eines Dieselmotors bestimmt sich aus seinen Maßen, Innenleben.
Dies merkt jeder Besitzer solch alter Diesel schon beim Beschleunigen! Wenn man bei einer bestimmten Drehzahl angelangt ist, wird man plötzlich kaum noch schneller. Nur noch durch Schalten. Damit ein Dieselmotor überhaupt etwas leistet muß er in einem bestimmten Bereich laufen. Die Geschwindigkeit wird durch das Getriebe geregelt. Es über Drehzahl machen zu wollen, wie Du behauptest, geht bei den alten Dingern nur bei Benzinern.
Ach ja, Audi hatte damals keine Dieselmotoren. Und eine Neuentwicklung kostet mehr als fünf Jahre, meist eher zehn, damals. Der Perkins wurde aber meines Wissens nach nur knappe zwei Jahre verbaut. Weshalb es ihn gebraucht nicht so oft gibt.
Und damit der Motor im Einkauf nicht noch teurer wurde, bekam er leider, leider nur ein Vierganggetriebe! Ein fünfter Gang würde ihm wirklich guttun! Und auch meinen Ohren!
"Pferdestärken" sind sowieso nur eine technische Angabe. Was zählt sind die meßbaren Newtonmeter! Etliche Traktoren alter Bauart haben wenig PS und viel Kraft! Merkwürdig was?
Die Sechsender sind übrigens bekannt für ihre Anfälligkeit für hohe Temperaturen! Dies bedeutet nicht, daß sie ständig kaputt sein müssen, sondern nur das der Fahrer darauf ein besonderes Augenmerk haben muß!
Im Übrigen bezweifele ich daß Du bei Deinem "DW, ums Eck" erkennen kannst ob der wohl noch den ersten Kopf drauf hat! Schon allein ob er den "ersten Tacho" hat ist nicht wirklich bekannt!

Und "Kräfte vom Traktor" vererben sich nicht einfach so. Besonders nicht, wenn es nicht mal die gleichen Motorbaureihen sind. "Kraft" ergibt sich aus großen Hubräumen mit den entsprechenden Maßen welche auch noch im Verhältnis zueinander stehen müssen!
Du scheinst mir einer der Leute im Netz zu sein die diese gefährlichen (in Deinem Fall nicht mal halb) Halbwahrheiten verbreiten!
"Ersten Kopf" erkennen können einfach mal so, "zu wenig Pferdchen" ohne Newtonmeter zu kennen usw. deklassiert Dich leider!
Versuch bitte in Zukunft nicht, solchen Blödsinn zu verzapfen!
Und natürlich fehlt weiterhin die Anrede und Dein Name am Ende des Textes. Aber bei solchen Beiträgen bliebe ich auch lieber anonym!
Weißt Du wie das bei den Kollegen in der Werkhalle ankommt wenn man weder "Guten Morgen" sagt noch sich vorstellt! Das gibt während der Lehrzeit jeden Morgen einen Nackenschlag vom Meister und Deine Kollegen gucken Dich gar nicht an!
Wenn schon einfache Grundregeln Dir so schwer fallen, wie willst Du denn genau arbeiten? Die ganze Einstellung ist doch von vornherein auf schlumpfen angelegt!
Beste Grüße, Tom
P.S.: Ich weiß daß Langhuber wie der Perkins problematisch sein können. Und es in englischen Autos auch öfter mal sind. Aus der Art der Konstruktion, in Verbindung mit durchdachter Lagerung, Kühlung und Schmierung ergeben sich aber auch etliche Vorteile. Und diese sind deutlich beim LT Motor zu bemerken! Und der außerenglische Entwicklungsbeitrag hat sich sicherlich positiv ausgewirkt!
So Einiges was ich oben ausführte sind maschinenbautechnische Tatsachen. Das ist nicht diskutabel, auch nicht von Erazer. Das ist einfach so, fertig!
Übrigens wurde dieses "Made in Germany" mal von den Engländern erdacht um ihre, damals maschinenbautechnisch viel besseren Erzeugnisse, von denen anderer, schlechterer Maschinenbauer zu unterscheiden. Aber dies ist sehr lang her und nicht mehr auf den aktuell diskutierten Perkins anzuwenden!
Kann ein bißchen was über Schottland und Sizilien mit LT sagen. Einfach mal anfragen.
Der Avatar zeigt den LT 31 D mit Lord Münsterland Luxus 500 in France.