Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Was hier steht sollte mit keinem der anderen Themen zu tun haben: also nichts zum LT, nichts zu Treffen oder Urlauben, nichts zum Forum ... hier wird halt über alles mögliche geklönt.

Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon Martin Küppers » Sonntag 13. November 2016, 00:12

Hallo Forum?

Möchte gerne von den Geländeprofis wissen, welches ebene und nasse Gelände man mit einem gesperrten Hinterachsdifferential mit Zwillingsbereifung an einem normalen 2WD zB. LT40 Doka Pritsche mit 1 to Ladung befahren kann?

Wenn jemand Bilder oder Beispiele von diesen Geländearten zeigen kann, was möglich ist, würde ich mich freuen.

Ab nächsten Sommer steht bei mir der Hausbau an, mit vielen Vorbereitungen die ich selber erledigen will. Normale Straßen gibt es dort noch nicht und ich muss 300 m durch die Pampa fahren, um auf das Grundstück zu kommen. Wenn es mit der Sperre traktionsmässig passt, besorge ich mir so eine Achse. Für eine eigene Einfahrt muss erst ein Bagger kommen und einen 2 m hohen Hügel auf 4 m Breite und 6 m Länge abtragen und Drainage verlegen.

Schöne Grüße!
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Re: Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon Waldfahrer » Montag 14. November 2016, 08:03

Servus Martin,

Geländeprofi nenne ich mich zwar nicht, gebe Dir aber trotzdem Hinweise aus meinen bescheidenen Erfahrungen :-|

Martin Küppers hat geschrieben:ebene und nasse Gelände


Das kannst Du gleich selber testen, weil unter diesen Bedingungen hilft Dir eine Sperre (fast) nichts! Ich habe in meiner Militärzeit schon die 6x6 sLKW's auf einer ebenen, nassen Wiese mit 6 drehenden Rädern stehen sehen, die haben wir nur mit den Panzern 'rausgebracht :grin:

Helfen wird Dir die Sperre bei ungleich griffigem Untergrund, z.B. eine Seite Schotter, die andere Schlamm, Schnee oä.
Sowie bei Längs-Verschränkung, z.B. seitliche Auffahrt zu einem Weg auf einer Böschung, oder sehr unebenen Wegstrecken.

Generell kann man da sowieso nicht viel sagen, es kommt auf den Wegzustand an, auf die Beladung des Fahrzeuges und auf das persönliche Mitleid mit der Technik. Vieles kann man mit Schwung überspielen, aber das kann halt aufs Material gehen!
Auch geeignete Bereifung hilft viel, und generell hatte ich bei meinem vorigen LT40A den Eindruck, das die Zwillingsreifen recht gut im "Gelände" sind. Für den absoluten Notfall sind auch noch Schneeketten anzudenken, die helfen auch im Schlamm.
Und vielleicht die Stabi's vorübergehend "deaktivieren" wenn es doch um Verschränkungen geht.

Gruß Josef
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Re: Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon schaettman » Montag 14. November 2016, 11:51

Moin, hmm hab 45er mit Zwilling , ohne Sperren : im Gelände grauslich, obwohl ich vom Reifenhändler Schläuche mit Auswuchtgewichten bekam um das Leergewicht auf der HA zu erhöhen... davor AL28 mit zuschaltbarem Allrad ohne Sperren, der blieb auf einer Schneewehe stehen und die rechten Reifen drehten fröhlich während die Linken stoisch auf dem schneefreien Asphalt ausruhten.... würd mir noch einen Traktor und ein Seil holen um nicht allzuviel Zeit mit den Transporten zu verschwenden , sonst stehste da und bist dauernd am buddeln....
nun mit "H" :-)
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Re: Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon Martin Küppers » Dienstag 15. November 2016, 02:24

Danke für die Antworten!

Es ist nur schwarzer humoser Waldboden ohne Steine mit vielen 15 bis 30 cm tiefen Spurrillen auf 6 m Breite die hier und da mit Brettern unterlegt sind, an denen sich schon andere Herrschaften versucht haben. Da kann man nur beten das es in der nächsten Zeit nicht reget, wenn man auf dem Grundstück beschäftigt ist. Auf einem Quadratkilometer gibt es nur zwei Häuser, in zirka 300 m Entfernung ein Ganzjahresbewohner der sogar einen Traktor hat und in 100 m Entfernung eine junge Familie, die einen schönen Neubau errichtet haben und nur am Wochenende vor Ort sind, weil sie noch in der Stadt wohnen. Bei YouTube gibt es Filmchen von hochgerüsteten 4x4 LT's, die sich beim überqueren von seichten Bachläufen festfahren und die will ich ganz bestimmt nicht fragen ;) Einmal bin ich die Strecke mit meinem normalen PKW gefahren und auf die letzten Metern fing meine Copilotin vor Panik an zu schreien und habe erst spät registriert das ich voll auf Risiko gefahren bin. Nun gut, ich werde die Tage einige Angebote für die Erdarbeiten für die Einfahrt einholen, damit auf Dauer alles besser wird.

:roll:
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Re: Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon Waldfahrer » Dienstag 15. November 2016, 08:06

Servus Martin,

unter diesen Umständen ist es eine gute Idee, mal als erstes den Weg herrichten, früher oder später mußt Du das ja sowieso machen, spätestens wenn Du mit einem LKW zufahren willst/mußt.
Denn ich würde das nicht mal mit Ketten probieren; sitzt Du mal beladen mit der Achse/Differential auf, hilft Dir auch eine Sperre oder der Traktor nicht mehr viel, es sei denn, es ist ein großer und/oder mit Seilwinde. Und dann hast Du immer noch gute Chancen, am Fahrzeug Schäden zu verursachen.

Den Spezialisten mit dem 4x4 im Bachbett habe ich auch gesehen, wenn man's drauf anlegt, schafft man alles :-P


Gruss Josef
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Re: Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon maschine » Sonntag 20. November 2016, 10:49

moinmoin,
ich würde mal hiermit anfangen....
die sache mit der sperre ist ja ein riesenaufwand... und würde sich meiner meinung nach für ein "baustellenfahrzeug" kaum lohnen.
außerdem.... erstmal eine finden..:-)
gruß maschine
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http://www.ebay.de/itm/Fedima-Extreme-1 ... fFZHaSpyUg
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es gibt auch noch andere, ähnliche angebote.... in aller regel runderneuert
der wahnsinn hat viele gesichter...
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Re: Welches Gelände mit Diff.-Sperre beim 2WD?

Beitragvon Hannes aus dem Westerwald » Dienstag 13. Dezember 2016, 18:56

Hallo, Zwillingsbereifung ist mal ganz schlecht im Gelände, gute Militärfahrzeuge haben imm Einzelbereifung. Sperre wäre schon gut und vor allem; Last auf die Hinterachse! Mein Karmann DW mit vollgetanktem 110 Liter Tank, 140Liter Frischwassertank und Enduro auf der Heckbühne geht schon ganz gut! Da kommt kein Frontkratzer a´ala Fiat Ducato hin. Selbst bei meinem Unimog 406, der frontlastig ist, muss ich den Allrad einschalten um dahin zu kommen wo der LT mit Heckantrieb hinkommt. Last auf der Hinterachse ist das a und o! Die Vorderachse darf gerade noch Bodenberührung haben.
Gruß Hannes
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