Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

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Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Sonntag 20. August 2017, 12:33

Moinmoin liebes Forum,
Bin nun auch glücklicher Besitzer eines VW lt28 geworden.
Das Fahrzeug ist in einem sehr guten Zustand soweit ich das beurteilen kann, der Zahnriemen wird grad noch gemacht dann gehts hoffentlich auf die erste Wochenendtour.
Einen stellplatz für den Winter konten wir auch schon organisieren wo glücklicherweise auch geschraubt werden kann.
In diesem zug wollte ich dann auch gleich die Mängel beseitigen die der gute hat damit ich noch weitere Jahre damit Freude hab.
Der rahmen an der frontscheibe müsste gemacht werden, innenraum ist noch trocken also ist nichts durchgekommen.
Was mir eher sorgen bereitet ist die dachrinne.
Ich würde so weit es geht die stelle von außen behandeln und versuchen den rost weitesgehend zu stoppen, oder spricht etwas dagegen?
Wie kann ich da rangehen? Muss das dach runter?
Ich würde lieber noch ein zwei Jahre damit warten wollen. Kann aber auch nicht abschätzen inwiefern die rinne jetzt schon durch ist.
Der unterboden ist in einem superzustand, kein Rost oder ähnliches.

Leider verfüge ich nicht über ein schweißgerät was natürlich sämtliche blecharbeiten ausfallen lässt.
Hoffe auf tipps von ein paar leute die damit schon erfahrung haben :)

Hier noch ein paar bilder
Zuletzt geändert von Othis am Dienstag 29. August 2017, 22:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon MrsRobinson » Montag 21. August 2017, 16:49

Hallo,

auf deinem Bild ist nicht gut zu erkennen, wie weit die Rinne oder der Dachholm Schaden genommen haben. Schau dir noch einmal die Türrahmen an der Oberseite an, gibt es dort Pusteln oder Unebenheiten unter dem Lack? Wie sieht die Rinne auf der Innenseite aus: Ist sie komplett mit Dichtmasse gefüllt oder nur mit einer dünnen Schicht? In welchem Zustand ist die alte Dichtmasse, ist sie rissig? Hast du im LT die Möglichkeit in Höhe der Rinne hinter die Verkleidung und deinen Dachholm anzuschauen? Ist die Rinne nur äußerlich angerostet, wegen abgeblättertem Lack oder schon porös?

Je nach Zustand kannst du entweder nur die alte Dichtmasse in der Rinne entfernen oder erneuern und die Rinne von außen gegen Rost behandeln und lackieren oder aber das Dach sollte runter, wobei dafür die Einrichtung demontiert werden muss und der LT im Zuge dessen kernsaniert werden kann.
Wenn du unsicher bist, mach doch noch ein paar weitere Bilder.

Liebe Grüße,
MrsRobinson
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Montag 21. August 2017, 23:26

Moin,
Türrahmen sind ok dort war nichts zu entdecken, genau so wie der einstieg.
Die stelle auf dem foto war jetzt am schlimmsten befallen, ein zwei weitere kleinere stellen gibts noch an der rinne und der rahmen an der frontscheibe hat auch rost.

Da der bus gerade in der werkstatt steht und n neuen zahnriemen bekommt kann ich erst am wochenende ein paar mehr Bilder machen.
Die rinne war weitesgehend gefüllt, sogar fast bis zum oberen rand. Im auto selbst ist alles ziemlich verbaut da besteht nicht die Möglichkeit mal eben den dachholm anzuschauen. Ich wollte auch fürs erste vermeiden den bus komplett zu entkernen.

Mein Plan wäre gewesen erstmal die offene stelle zu behandeln, habe gelesen das ovatrol wohl dafür die richtige wahl ist? Danach würde ich noch die offene stelle an der rinne verschließen sodass ich evtl bis zum Winter ruhe hab.
Wenn der bus dann in der halle steht würde ich noch mal ran gehen und gleich die Windschutzscheibe austauschen und den rahmen behandeln:)
Hoffe ich krieg das alles hin, in sachen auto bzw karosseriearbeiten kam ich bis heute noch nicht in Kontakt
Danke erstmal für deine Antwort
Lg
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon MrsRobinson » Dienstag 22. August 2017, 22:13

Hi,
wenn die Rinne bis oben hin verfüllt ist, dann deutet es darauf hin, dass sie mal nachträglich zugeschmiert wurde. Das muss erstmal nichts heißen und kann auch zur Vorbeugung geschehen sein, aber meistens macht man das doch, um Risse oder rostige Stellen zu schließen. Es wäre also interessant, was sich darunter verbirgt und ob da eine Überarbeitung dringend notwendig wäre.

Bei meinem LT habe ich zunächst auch neue Dichtmasse auf die alte aufgetragen, um Ruhe zu haben, bis ich das Projekt schließlich angegangen bin (Rinne leer kratzen, Möbel raus, Dach runter, Holme austauschen... alles wieder dran). Für die vorübergehende Pfusch-Lösung kann ich Adheseal Innotec empfehlen, damit kein Wasser in die Risse der alten Dichtmasse eindringen und den Rostfraß fördern kann. Dabei sollte man sich im Klaren sein, dass es Probleme eher nur verdeckt und nicht behebt. Richtig, äußerlich kannst du den losen Rost abschleifen/abbürsten und das Metall gegen neuen schützen. Owatrol zieht in kleine Spalte ein; Brantho Korrux 3in1 (robust, für 1K-Decklack) oder Nitrofest (weniger robust, auch für 2K-Decklack geeignet) als flächiger Rostschutz.

Hast du schon mal in das LT-Wiki des Nachbarforums lt-forum.de geschaut? Dort steht auch einiges zum Rostschutz, der Regenrinne und der Windschutzscheibe drin. Nur Mut, mit genügend Ausdauer schafft man das alles auch ohne Vorkenntnisse — ich bin da auch ganz als Anfängerin reingerutscht. Dass du eine Halle hast, ist doch schonmal super, da sorgt das Winter-Regenwetter jedenfalls nicht für Bauchschmerzen.

Liebe Grüße!
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Montag 28. August 2017, 11:33

Moin,
So hab schlechte Neuigkeiten aus der Werkstatt bekommen. Der zahnriemen sollte gewechselt werden dort hat der Mechaniker dann schlimmeres festgestellt. Beim drehen der Kurbelwelle ist ihm wohl aufgefallen das der eine Zylinder angefressen ist, was auch das nagelnde Geräusch erklären würde.
Gefahren haben wir den Bus nur 200m bis zur Werkstatt, überfahren wurde er von dem Vorbesitzer.

Bin grad ziemlich ratlos da ich quasie mein ganzes erspartes für den Bus hingelegt hab und nun noch weitere kosten auf mich zu kommen.

Werde heute mal zum Mechaniker und mir selber davon ein bild machen, da es ein Privatkauf ist denke ich das es mau für mich aussieht?
Vorgeschlagen hat er den Motor komplett zu tauschen, angepeilt hat er so 2000€.
Ich frage mich grad obs villeicht nicht sinn macht den zylinder zu reparieren, also komplett auseinanderzubauen und den zylinder auszuhohnen. Davon riet mir der Mechaniker allerdings ab.
Hoffe auf ein paar Ratschläge weiß grad echt nicht was ich machen soll.
Falls das falsche unterforum ist bitte sagen dann lösch ich es wieder
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon tiemo » Montag 28. August 2017, 12:03

Hallo Othis!

Das müsste schon ein Supermechaniker sein, wenn er beim Drehen der Welle einen Fressschaden fühlt. Das könnte genausogut ein schwergängiges Pilotlager in der Kupplung sein.
Ich nehme an, er hat den Zahnriemen herunter genommen und nur an der Kurbelwelle gedreht?

Nen neuen Riemen und Zubehör brauchst du auf jeden Fall, daher würde ich die Reparatur zuende führen lassen. Später kann man ja mal einen Kompressionstest machen.
Das Nageln kommt wahrscheinlicher vom verstellten Förderbeginn oder von den Einspritzdüsen.

Ich bin nicht mehr auf dem Laufenden, was war denn mit dem LT? Hattest du bezüglich Motor schonmal hier gepostet?

Gruß,
Tiemo
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Montag 28. August 2017, 17:57

Moin, danke für die Antwort.
Also er war wohl n paar std am suchen und meint das es wohl n fresser ist.
Hab das n bisschen blöd geschrieben oben, wir fahren gerade dort hin damit ich mir selbst n bild davon machen kann.
Gibts irgendwas worauf ich schauen kann? Oder was darauf schließen lässt das es n fresser ist?

Die Situation war folgende, wir haben den Wagen in der Werkstatt vorbeigebracht, dort hat der schrauber dann gleich gesehen das die Vakuumpumpe neu ist und hatte sich gewundert, wieso die getauscht wurde. Wir haben dann auch ein nageln feststellen können. Seiner Meinung nach haben die Leute die vorher am Bus geschraubt haben die Pumpe ausgetauscht da solche Geräusche desöfteren aus der Vakuumpumpe kommen können.
Warscheinlich hing das alles aber mit den einen defekten Zylinder zusammen. Mir ist auch aufgefallen das bei einer Düse auf dem Zylinderkopf Schmiere zu sehen war, bei den anderen düsen war nichts.

Lg Othis
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon tiemo » Montag 28. August 2017, 18:55

Hallo Othis!

Othis hat geschrieben:Also er war wohl n paar std am suchen und meint das es wohl n fresser ist.
Hab das n bisschen blöd geschrieben oben, wir fahren gerade dort hin damit ich mir selbst n bild davon machen kann.
Gibts irgendwas worauf ich schauen kann? Oder was darauf schließen lässt das es n fresser ist?


Wonach genau hat er denn gesucht?
Normalerweise erkennt man einen Fresser entweder an der schlechten Kompression des betreffenden Zylinders oder man sieht es, wenn man den Zylinderkopf abnimmt. Man kann auch bei laufender Maschine mal den Öleinfülldeckel abnehmen, wenn da viel Gas/Ölnebel rauskommt, kann das an der Situation bei den Kolbenringen liegen. Eine andere Möglichkeit gibt es bei unseren Motoren nicht. Selbst, wenn der Motor nen Kolbenfresser hat, aber danach noch gelaufen ist, erkennt man das am kalten Motor normalerweise nicht, da verhält er sich normal.

Othis hat geschrieben:Die Situation war folgende, wir haben den Wagen in der Werkstatt vorbeigebracht, dort hat der schrauber dann gleich gesehen das die Vakuumpumpe neu ist und hatte sich gewundert, wieso die getauscht wurde. Wir haben dann auch ein nageln feststellen können. Seiner Meinung nach haben die Leute die vorher am Bus geschraubt haben die Pumpe ausgetauscht da solche Geräusche desöfteren aus der Vakuumpumpe kommen können.


Ja, die Vakuumpumpe macht gerne mal Geräusche. Das ist nichts dramatisches, sorgt aber beim Verkauf für Diskussionen. Daher ist es für mich nachvollziehbar, dass zum Verkauf dieses Teil noch ersetzt wurde, zumal die Teile ab ca. 70EUR zu haben sind und schnell getauscht sind. Es gibt da übrigens auch verschiedene Versionen und wenn man die falsche hat, kann die auch nageln, weil der Antriebsstößel zu kurz ist und Spiel hat. Wenn der Motor betriebsbereit ist, kann man ihn mal mit rausgenommenem Zwischenstößel laufen lassen. Wenn dann das Nageln weg ist, kann man das der Vakuumpumpe zuordnen.

Othis hat geschrieben:Warscheinlich hing das alles aber mit den einen defekten Zylinder zusammen. Mir ist auch aufgefallen das bei einer Düse auf dem Zylinderkopf Schmiere zu sehen war, bei den anderen düsen war nichts.


Wie fuhr der LT denn? Hat er geraucht? Welche Farbe, eher ölblau oder eher rußschwarz? Wenn er tatsächlich einen Kolbenfresser haben sollte, der so stark ist, dass man ihn bei kalter Maschine tasten kann, erwarte ich eigentlich, dass er auch nur noch auf 5 Pötten läuft.
Lief er, abgesehen von dem Nagelgeräusch, rund? Schmiere auf dem Zylinderkopf im Bereich der Düsen kommt oft bei undichten Leckölschläuchen oder Problemen an der betreffenden Einspritzleitung vor.

Gruß,
Tiemo
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon schaettman » Montag 28. August 2017, 19:12

Moin, alten ZR drauf lassen und erstmal Kompression prüfen : Daneben stehen und beobachten , dann weiter : Kaputten Motor mit neuem ZR brauchst nicht... :shock:
nun mit "H" :-)
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon tiemo » Montag 28. August 2017, 20:26

Hi!

schaettman hat geschrieben:Moin, alten ZR drauf lassen und erstmal Kompression prüfen : Daneben stehen und beobachten , dann weiter : Kaputten Motor mit neuem ZR brauchst nicht... :shock:


Da stimme ich natürlich zu, falls der Riemen noch drauf ist!
Allerdings kann das Nageln auch durch falsch eingestellte Steuerzeiten kommen, dann berühren die Ventile mehr oder weniger sanft die Kolben. Vielleicht hat der Meister sowas gefühlt, wenn der Riemen noch drauf ist...
Um das abschließend zu beurteilen, muss das hintere Zahnriemenrad an der Nockenwelle abgenommen werden (damit ist dann leider der Förderbeginn verstellt) und mit Einlegelineal im OT geprüft werden, ob die Nockenwelle synchron läuft.
Näheres dazu steht im WIKI im Nachbarforum.

Gruß,
Tiemo
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Montag 28. August 2017, 23:22

Also der alte Zahnriemen ist draufgeblieben.
Beim Starten hat er geraucht, ölblau würde ich sagen, im Motorbereich kam beim starten auch qualm zum Vorschein.
Ob er rund läuft kann ich leider nicht direkt beantworten, er lief halt gleichmäßig ohne Aussetzer, nur das nageln war jetzt auffällig zu hören.
Mit der Kompression wäre natürlich auch ne Möglichkeit, konnte ich jetzt nicht anmerken, das blöde ist das er die Woche für zwei Wochen wegfährt und ich somit auch nicht zum auto kann, leider hab ich auch in sachen Motoren wenig bis garkeine Ahnung.
Bin grad echt verzweifelt und weiß nicht wie ich weiterverfahren soll, denn der Motor lief ja eigendlich.
Er meinte die Reparaturkosten würden die kosten, die bei dem Austauschmotor entstehen, bei weitem überschreiten und von daher würde sich die Reparatur nicht lohnen.
Gibt es eventuell jemanden im Raum Hannover der sich mit den Motoren auskennt und da mal ruberschauen kann bevor ich jetzt die Option mit dem neuen Motor angehe?
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon tiemo » Dienstag 29. August 2017, 01:08

Moin Othis!

Othis hat geschrieben:Also der alte Zahnriemen ist draufgeblieben.
Beim Starten hat er geraucht, ölblau würde ich sagen, im Motorbereich kam beim starten auch qualm zum Vorschein.


Ah, ok, dann ist ja noch nichts "Teures" gemacht worden...
Beim Starten ist etwas Rauch bei der alten Technik normal.
Vor allem, wenn die Glühkerzen nicht mehr die Neuesten sind, laufen die ersten Sekunden garnicht alle Zylinder mit und man sieht den unverbrannten Kraftstoff dieser Zylinder als hellgraue / weißliche Wolke (es stinkt auch nach Diesel). Das legt sich dann spätestens in der ersten Minute, dann läuft der Motor auch rund.
Ein guter LT-Motor stößt beim Anlassen eine kurze Rußwolke aus, weil bei Unterdrehzahl die Einspritzpumpe auf "Startmenge" geht, das ist auch normal. Sobald aber die Leerlaufdrehzahl erreicht ist, sagen wir, spätestens nach einer Sekunde, sollte nichts mehr rußen.
Auf einen ernsten Defekt würde eine bläuliche Ölfahne im warmen Zustand bei hoher Leistung hindeuten.

Othis hat geschrieben:Ob er rund läuft kann ich leider nicht direkt beantworten, er lief halt gleichmäßig ohne Aussetzer, nur das nageln war jetzt auffällig zu hören.


Das kann ich jetzt natürlich nicht beurteilen. Natürlich nagelt ein Wirbelkammer-Diesel, vor allem, wenn der Kaltstart-Beschleuniger gezogen ist und er noch kalt ist. Wie schon geschrieben, gibt es aber auch unnatürliches Nageln durch Defekte wie an der Vakuumpumpe, an den Düsen (Tropfen der Düsen / schlechtes Strahlbild) oder einen verstellten Förderbeginn. Das alles ist viel wahrscheinlicher als ein Kolbenfresser. Vor allem, wenn der Wagen vor dem Verkauf kaum bewegt wurde, können durch Verharzung des Kraftstoffs Düsenstörungen entstehen, die sich durch Nageln und Schwarzqualm äußern. Das legt sich, wenn der Wagen normal benutzt wird, meist wieder. Düsen sind auch nach ca. 200.000km oft erneuerungsbedürftig. Das kann man durch eine Prüfung im Düsentester feststellen. Dabei werden der Öffnungsdruck getestet, ein Tropftest und ein Schnarrtest durchgeführt sowie das Strahlbild beurteilt. Und danach natürlich die Düse mit einer NEUEN Flammschutzscheibe wieder reingebaut.

Othis hat geschrieben:Mit der Kompression wäre natürlich auch ne Möglichkeit, konnte ich jetzt nicht anmerken, das blöde ist das er die Woche für zwei Wochen wegfährt und ich somit auch nicht zum auto kann, leider hab ich auch in sachen Motoren wenig bis garkeine Ahnung.
Bin grad echt verzweifelt und weiß nicht wie ich weiterverfahren soll, denn der Motor lief ja eigendlich.


Ich sehe das genauso: Das Auto lief ja eigentlich, und nun wird es für tot erklärt...

Othis hat geschrieben:Er meinte die Reparaturkosten würden die kosten, die bei dem Austauschmotor entstehen, bei weitem überschreiten und von daher würde sich die Reparatur nicht lohnen.
Gibt es eventuell jemanden im Raum Hannover der sich mit den Motoren auskennt und da mal ruberschauen kann bevor ich jetzt die Option mit dem neuen Motor angehe?


Dazu muss man sagen: Es gibt komplett überholte Rumpfmotoren, die kosten so um 2000EUR, ohne Montagearbeiten. Die sind absolut neuwertig. Ob man das braucht, ist eine andere Frage. So ein Saugdiesel im LT hält normalerweise weit mehr als 500.000km, daher kann man auch gut einen Gebrauchtmotor einsetzen. Der hat natürlich auch die Zahnriemenproblematik, daher lohnt es sich, das am ausgebauten Motor alles zu machen (Zahnriemen, Kurbelwellen- und Nockenwellendichtringe, Wasserpumpe, Umlenkrolle) und ihn erst dann einzubauen. So einen Motor kann man oft schon für nen halben Tausender bekommen, es bleiben dann natürlich die Montagekosten und der Riemenwechsel.
Aber vorher würde ich es erst mal mit dem vorhandenen Motor versuchen. Wenn du hier im Forum nachsiehst, dann wirst du jede Menge Threads sehen mit den Folgen von "Werkstattpfusch", weil so ein LT-Motor halt anders eingestellt werden muss als die gängigen PKW-Motoren. Nen echten Fresser wirst du hier vielleicht ca. alle 2 Jahre mal finden, das ist wirklich nicht wahrscheinlich. Dagegen sind verstellte Steuerzeiten mit "Anticken" der Ventile an der Tagesordnung, weil an den Riemenrädern zwar Markierungen sind, die beim LT aber nichts aussagen. Das weiß nur leider kaum noch eine Werkstatt. Oft wird auch übersehen, dass bei einem so alten Motor bis 1987 auch das Ventilspiel zu prüfen und ggf. einzustellen ist.

Der nächste Mensch bei Hannover, den ich kenne und der sicher in der Lage ist, den Motor zu beurteilen, ist der LT-Pit im LT-Forum.de aus dem Ruhrpott. Oder der Tille von hier. Wenn garnichts geht, versuche mal, die beiden zu kontaktieren. Ich weiß auch, dass ein Forenmitglied (Uwe FDS) einen guten DW-Motor in seinem derzeitigen Schlachtobjekt hat und sicher nicht überteuert anbieten würde, allerdings absolut im süddeutschen Raum und mit Selbstausbau.
Aber noch einmal, so schnell würde ich den eingebauten Motor nicht verwerfen. Die Diesel sind hart im Nehmen und eigentlich rocksolid. Mal im Leerlauf den Öleinfülldeckel abheben, ob da viel Nebel rauskommt. Wenn nicht, kann es so schlimm eigentlich nicht sein. Wenns tackert, erstmal die Vakuumpumpe ausschließen und die Steuerzeiten und Förderbeginn prüfen, dann die Düsen. Wenn die Düsen raus sind, gleich einen Kompressionstest machen (dafür müssen die nämlich auch raus). Prüfen, ob dein Motor noch Tassenstößel für den Ventilspeilausgleich hat und ob die mal gewartet werden sollten (alle 30.000km).
Und natürlich, zuallererst mal nachsehen, was da genau undicht ist, wenn da "Schmiere" ist. Vermutlich nur ein paar Schläuchlein...

Falls du dich selbst da weiterbilden möchtest, kann ich dir unser LT-WIKI wärmstens empfehlen unter http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php. Dort einfach mal nach "Zahnriemen", "Nageln" und "Förderbeginn" und "OT finden" suchen.

Gruß,
Tiemo
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Dienstag 29. August 2017, 10:29

Also zu sagen ist noch das der Motor 150000 km runter hat, was relativ wenig ist für 28 jahre.
Vorbesitzer gab es nur zwei und er wurde mMn die letzen Jahre doch recht wenig bewegt.
Der Qualmausstoß war schon so gute 10sek, bis wir dann angefahren sind, ohne das der Kaltstartbeschleuniger gezogen war.

Man muss auch sagen das die 2000 euro nicht nur die kosten sind vom Motor, sondern die kosten insgesamt sind, also mit montage.
Dadurch das es ein bekannter ist können wir uns glaub ich doch einige kosten sparen.

Mit dem kaltstartbeschleuniger wurde es uns so erklärt das dieser nur bei extrem kalten Temperaturen gezogen werden muss. Das ist ja noch nicht der fall.
Zu dem zahnriemen, der ist ja schon bestellt und liegt bereit,könnte also dann evtl im neuen Motor verbaut werden falls das der Fall ist.

Ich weiß ja nicht inwiefern eine normal ausgestattete Werkstatt Werkzeug hat womit man die Kompression messen kann? Werde glaube ich nochmal anrufen und das anmerken evtl kann so dann doch der zylinderdefekt ausgeschlossen werden?
Meine Freundin kennt den Meister halt schon länger und meint das es schon vertrauenswürdig klingt, der Herr ist halt auch seit geraumer Zeit selbstständig und hat seine eigene Werkstatt.
Ich denke schon das er erfahren ist und weiß was er tut.
Aber ich hab auch keine vergleiche da das mein erstes Auto ist was ich gekauft hab.
Zu meinen Vergnügen dann auch noch so ein Problemkind :D

Naja ich werde das nochmal ansprechen und hoffe das doch noch was zu retten ist.
Das lt-wiki wurde schon von mir auseinandergepflückt.
Lg
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon tiemo » Dienstag 29. August 2017, 11:33

Hallo Othis!

Othis hat geschrieben:Der Qualmausstoß war schon so gute 10sek, bis wir dann angefahren sind, ohne das der Kaltstartbeschleuniger gezogen war.


Ja, das werden verschlissene Glühkerzen sein oder eine defekte Streifensicherung...
Ohne Kaltstartbeschleuniger sollte man kalt nicht den Motor laufen lassen, macht nur Probleme. Im Gegensatz dazu macht ein ständig gezogener Kaltstartbeschleuniger (KSB) auch bei heißem Motor überhaupt keine Probleme, der Motor klingt lediglich im Standgas etwas härter.

Othis hat geschrieben:Mit dem kaltstartbeschleuniger wurde es uns so erklärt das dieser nur bei extrem kalten Temperaturen gezogen werden muss. Das ist ja noch nicht der fall.


Den sollte man immer ziehen, wenn die Wirbelkammern kalt sind. Das ist wenige Minuten nach dem Abstellen schon der Fall, auch wenn die Kühlwassertemperatur dann noch garnicht gesunken oder sogar noch angestiegen ist. Also eigentlich bei jedem Motorstart. Denn die Wirbelkammern sind im Zylinderkopf und haben im Betrieb ca. 600°C. Das Kühlwasser mit seinen 90°C ist dort auch, und wenn keine Verbrennungswärme mehr erzeugt wird, dann kühlen die Wirbelkammern rasant auf die Kühlwassertempoeratur runter, denn es ist ja gut wärmeleitendes Aluminum. Es gibt auch keinen Grund, den KSB nicht zu ziehen. im Gegensatz zu einem Benziner steigt dadurch nicht der Verbrauch oder der Wagen fährt anders o.ä. Das liegt daran, dass mit dem KSB lediglich bei Leerlaufdrehzahl der Förderbeginn etwas nach früh verstellt wird. Im Fahren wird er das sowieso, da ist die Stellung des KSB dann unerheblich, er ist wirkungslos. Meinen KSB habe ich daher auch ersatzlos gestrichen, der Hebel an der ESP ist immer gezogen, außer, ich stelle den Förderbeginn ein.

Othis hat geschrieben:Zu dem zahnriemen, der ist ja schon bestellt und liegt bereit,könnte also dann evtl im neuen Motor verbaut werden falls das der Fall ist.


Den könnte man auch auf diesem Motor montieren und beim Wechsel dann übernehmen, wenn er noch fast neu ist, ebenso wie die Wasserpumpe und die Umlenkrolle. Aber dadurch hättest du natürlich zusätzliche Arbeitskosten.
An deiner Stelle würde ich die schon genannten Punkte mal abarbeiten und sehen, was passiert. Weil ein Anticken der Ventile gefährlich ist, würde ich mit der Überprüfung der Steuerzeiten anfangen und den Förderbeginn neu einstellen, sowie Düsen testen / ersetzen / reinigen und in dem Zuge gleich einen Kompressionstest machen.

Othis hat geschrieben:Ich weiß ja nicht inwiefern eine normal ausgestattete Werkstatt Werkzeug hat womit man die Kompression messen kann? Werde glaube ich nochmal anrufen und das anmerken evtl kann so dann doch der zylinderdefekt ausgeschlossen werden?


Zumindest sollte die Werkstatt sich einen Tester organisieren können und damit umgehen können. Wenn die Kompression gut und gleichmäßig ist, dann kann die Zylinderwandung eigentlich keine nennenswerten rauen Stellen (Fressstellen) haben, sonst könnten dort die Kolbenringe nicht dichten und die Kompression wäre schlecht, und das wahrscheinlich an einem einzelnen, isolierten Zylinder (meist der 6-er ganz hinten, der ist etwas empfindlicher gegen Überhitzung als die anderen).

Othis hat geschrieben:Meine Freundin kennt den Meister halt schon länger und meint das es schon vertrauenswürdig klingt, der Herr ist halt auch seit geraumer Zeit selbstständig und hat seine eigene Werkstatt.
Ich denke schon das er erfahren ist und weiß was er tut.


So sollte es sein. Und wenn man es in einem speziellen Fall mal nicht weiß (so viele LT kommen einem ja nicht unter), dann sollte man den Mut aufbringen, das einfach zu sagen und sich Informationen beschaffen (lassen).
Frag ihn mal, ob das, was er gespürt hat beim Drehen, nicht auch eine Ventilberührung am Kolben gewesen sein könnte. Beim LT kann man die Zahnriemenräder auf der Nockenwelle stufenlos verdrehen, die Markierungskerben auf den Bünden sind ohne Aussagewert. Bei Verstellung von ca. 1 Zahn beginnen die Ventile, die Kolben zu berühren, der Motor lässt sich an dieser Stelle dann schwerer drehen. Die Räder werden nur durch den Anpressdruck der Schrauben am Verdrehen gehindert. Die korrekte OT-Position der Nockenwelle sieht man hinten an einer eingefrästen Nut an der Stirnseite der Nockenwelle, diese muss in der oberen Position waagrecht zur Auflagefläche des Ventildeckels liegen. Allerdings muss, um diese Nut sehen zu können, das hintere Riemenrad losgeschraubt werden, wobei es natürlich ebenfalls die Einstellung für die ESP verliert und diese mit Messuhr und Spezialadapter wieder hergestellt werden muss. Die OT-Position der Kurbelwelle sieht man am Schwungrad, dazu gibt es unterhalb der ESP extra ein längliches Guckloch an der Kupplungsglocke.
Im Wiki sind dazu Beschreibungen unter "OT finden", "Einspritzpumpe Förderbeginn einstellen" und "Zahnriemenwechsel". Dort ist ein Link auf Rauls PDF mit vielen Bildern enthalten, das so gut ist, dass es glatt den Reparaurleitfaden LT 6-Zylinder von VW in diesem Punkt ersetzen könnte.

Othis hat geschrieben:Zu meinen Vergnügen dann auch noch so ein Problemkind :D


Na, das ist ja noch nicht gesagt. Zumal der Wagen wohl wenig bewegt wurde, das tut einem Diesel halt nicht gut, es lagern sich in der Einspritzung dann überall Verharzungen vom BIO-Anteil ab, der ja heute fast überall drin ist.
Daher muss man solche Fahrzeuge oft erst mal wieder an Leistung gewöhnen und evt. mal einen Dieselverbesserer in den Tank kippen und damit eine längere Autobahnfahrt machen. Oft löst es sich dann wieder. Aber erst, wenn klar ist, dass die grundlegende Einstellung an den zwei Zahnriemen stimmt, sonst kann das leicht in einer gebrochenen Nockenwelle enden.

Gruß,
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Dienstag 29. August 2017, 11:57

Ok das ist schonmal gut zu wissen mit dem Kaltstartbeschleuniger.
Ich werde da mich nochmal heute Nachmittag hinsetzen und das nochmal durchgehen, erstmal vielen Dank für deine ausführlichen Antworten:) echt ne große Hilfe.
Melde mich dann nochmal sobald ich mehr weiß, hoffe das es dieses jahr noch was wird mit unseren kurzurlaub, noch sehe ich schwarz das bis oktober das Thema erledigt ist

Lg othis
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Mittwoch 8. November 2017, 15:49

So nochmal ein kleines Update von mir, hab mich ja noch garnicht dazu geäußert was jetzt passiert ist.
Erstmal bin ich durch die Hilfe von diversen Leuten hier auf das andere Forum aufmerksam geworden, wo ich dann das Thema nochmal geschildert hab.
Dort wurde mir dann auch nochmal direkt zum Sachverhalt unterstützung gegeben wie ich jetzt die Sache angehen soll.
Wir hatten dann Kontakt zum LT-Pit, der Angeboten hat uns den Schaden zu Reparieren, ohne vorher zu wissen was da jetzt eigendlich am Motor ist (der Schaden welcher eigendlich nen Kolbenfresser sein sollte war nur ein Lagerschaden an der Wasserpumpe).
Den teilzerlegten Bus haben wir dann an einem Freitag mit einem Abschleppwagen 280KM zum LT-Pit gefahrern, Samstag früh war der Bus wieder fahrbereit.
Soviel zum Thema Motorschaden:)
Erstmal noch tausend Dank an das Forum, ohne die Hilfe unzähliger Leute hätte ich warscheinlich den Motor komplett getauscht und wäre knapp 2000€ ärmer.

Nach einer Woche Ostseeurlaub steht der Bus nun eingemottet unter einer Scheune, bereit für diverse Sanierungsarbeiten, wo ich dann auch zu meiner frage komme:
Es ist ja so das es mittlerweile ziemlich kalt geworden ist (bei uns waren es die Nacht schon 0 Grad) ich hatte jetzt trotzdem überlegt zumindest erstmal die Dachrinne zu leeren, zu säubern und alles wieder neu zu verfugen.
Wie verhält sich das mit der Temperatur? Immerhin steht in vielen Threads das eine verarbeitungstemperatur von 20Grad empfohlen wird, jedoch auf dem Datenblatt von Sikaflex ist die Rede von einer Mindesttemperatur von 5 Grad.
Tagsüber wäre das ja machbar, jenachdem wie schnell ich bin und wie lange die Dichtmasse brauch um auszuhärten.
Die Rinne ist an der einen Seite schon ziemlich ausgebeult, kann ich das einfach so wieder richten oder muss da nen neues Blech reingeschweißt werden?
Ich wollt erstmal das Dach drauflassen, da ich keine möglichkeit sehe den kompletten Innenausbau herauszunehmen.
Ebenso wird der Scheibenrahmen auch drankommen wobei ich da auch nicht ganz weiß ob ich das lieber bis nächstes Jahr aufschiebe zwecks Temperatur?
Der Stellplatz ist zwar überdacht jedoch auch zu einer Seite offen, d.h. die Temperatur draußen entspricht der Temperatur am Bus.
Die Arbeiten an sich sollten allerdings kein Problem sein, das wurde schon alles abgesprochen mit dem Vermieter:)
Anbei noch ein paar Bilder von dem ganzen.

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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Barney-Nord » Mittwoch 8. November 2017, 20:27

Moin Othis

Ich kann dir nur dringend davon abraten, deine beschriebenen Dinge im Winter zu erledigen.

Ja du hast recht mit den fünf Grad Verarbeitungestemperatur für einige Dichtmittel als Minimum...

Aber...

Wenn du die Dachrinne und den Scheibenrahmen entrosten möchtest und dazu einen Rostumwandler verwenden möchtest, kannst du nicht bei 5 Grad arbeiten, da brauchst du schon so um die 18 Grad und zwar teilweise 24 Stunden durchgehend.

Dazu kommt natürlich noch, das du natürlich auch mit Spachtelmasse arbeiten musst, die niedrige Temperaturen ebenfalls nicht mag.

Zu guter letzt kommt dann noch die Lackierung, die auch keine niedrigen Temperaturen mag.

Kurz gesagt, warte bis zum Frühjahr, wo du eine Mindesttemperatur von um die 18 Grad hast.

Ich mache solche Arbeiten mit Rostumwandler wie Fertan oder Brunox ausschließlich im Hochsommer, wenn ich es draußen mache.

Sobald es nicht warm genug, oder die Luftfeuchtigkeit zu hoch ist, wirkt Fertan auch nicht richtig und der Rost kommt kurze Zeit nach der Lackierung wieder durch.

Ich musste diese Erfahrung selber schon machen, als ich nicht auf gutes Wetter warten wollte.

Am Ende musste ich alles im nächsten Jahr nochmal bei Hochsommer machen.

Viel Erfolg

Barney
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Mittwoch 8. November 2017, 21:16

Hmm das hab ich mir schon fast gedacht.
Ich denke aber auch das es besser ist, immerhin soll es ja vernünftig werden und ich will ja nicht gleich wieder die nächsten Jahre rangehen, lieber einmal richtig als zweimal Pfusch.
Gibt es denn irgendetwas was ich machen kann um den fortschreitenden Rost am zerstören zu hindern? Immerhin sorgt ja die feuchte Luft auch für eine gute Rostgrundlage.
Sollt ich da mit Ovatrol rangehen!? Wollte am Wochenende eh nochmal zum Bus und nach den rechten schauen;)
Lg Othis
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Barney-Nord » Mittwoch 8. November 2017, 21:49

Zitat...."lieber einmal richtig als zweimal Pfusch."

Also Pfusch ist deine Dachrinnensanierung sowieso, egal wann du es machst.

Ohne das Dach abzubauen, sehe ich bei deinen Bilder ehrlicherweise eher schwarz, das langfristig wieder rostfrei zu bekommen.

Ich mache meine Regenrinne im Schnitt so alle sechs bis acht Jahre neu, weil es wirklich nicht leicht ist, den Rost innen der Dachrinne zu entfernen, ohne Dachabbau.

Und sobald der Rost unter der Dichtmasse wieder anfängt, isses nur eine Frage der Zeit, bis dort auch wieder Wasser eintreten wird.

Habe meine Rinne zuletzt vor gut einem Jahr saniert, auch ohne Ausbau, also auch nur Pfusch auf höherem Niveau.

Dieses Mal habe ich das erste mal einen Sikaflex Primer und Sikaflex 512 UV verwendet.

Mal sehen wie wielange es dieses Mal hält.

Ich habe den Lt seit 1999 und das dritte mal eine Dachkantensanierung hinter mir, aber dafür habe ich auch noch nie so starke Schäden an der Rinne gehabt, wie auf deinen Bildern.

Und wenn ich ehrlich bin, dein Scheibenrahmen sieht auch nicht gerade gut aus.

Da wirst du vermutlich mit Rostumwandler und Spachtelmasse nicht weit kommen, weil es unter dem Gummi in den Ecken vermutlich schon durchgerostet ist.

Genau wie oben die Ecken am Scheibenrahmen.

Diese kannst du auch nicht Schweißen, solange das Dach drauf ist.

Du wirst dich wirklich wundern, wie die Lage ist, wenn die Scheibe erstmal ausgebaut ist.

Sorry für meine ehrlichen und nicht gerade aufbauenen Worte, aber so ist die Realität.

Und so leicht, wie das alles ausschaut, ist es garnicht, da du den Scheibenrahmen exakt nachmodellieren, bzw. spachteln, oder in deinem Falle sogar schweißen musst.

Ansonsten passt die Dichtung der Scheibe nicht mehr 100% und es tritt wieder Wasser ein, was du meist erstmal garnicht merkst.

Wenn du wirklich eine fertig sanierten Scheibenrahmen hast, empfehle ich dir den lackierten Scheibenrahmen mit Mike Sanders einzuschmieren.

Ersten geht so die Scheibe wieder leichter rein und zweitens hast du unter dem Gummi einen Rostschutz.

Viel Erfolg
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Barney-Nord » Mittwoch 8. November 2017, 22:05

Sorry, habe garnicht richtig auf deine Frage geantwortet.

"Gibt es denn irgendetwas was ich machen kann um den fortschreitenden Rost am zerstören zu hindern? Immerhin sorgt ja die feuchte Luft auch für eine gute Rostgrundlage.
Sollt ich da mit Ovatrol rangehen!? Wollte am Wochenende eh nochmal zum Bus und nach den rechten schauen;)"


.... Ich würde an deiner Stelle jetzt garnichts machen, es sei den, du findest eine beheizte Halle ;)

und zum Thema Ovatrol kann ich dir nicht viel sagen, da ich mich bisher nur mit Fertan, Brunox und Mike Sanders auseinander gesetzt habe, aber das ausgiebig ;)

Rostschutzmittel ist wie eine Religion, der eine glaubt daran, der nächste an was ganz anderes.

Ich glaube an Fertan, brunox und Mike Sanders

LG Barney
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Othis » Mittwoch 8. November 2017, 22:30

Erstmal Danke für deine Antwort:)
Du hast Recht deine Worte sind nicht gerade aufbauend, so krass hab ich das ganze bis jetzt noch nicht gesehen, sind auch immerhin die einzigen Problemstellen, der Rest ist eigendlich gut erhalten und vom Rost verschont geblieben (radläufe, stoßfugen usw.).
Selbst der Unterboden ist nahezu Rostfrei.
Ich denke aber trotzdem lieber irgendwas machen als garnichts, wenn es wirklich sein muss werd ich wohl den Innenausbau entfernen, da dieser jedoch vom Vorbesitzer gemacht wurde wollt ich da erstmal die Finger von lassen.
Da ich auch nicht gerade viel Erfahrung hab in sachen Karosseriearbeiten ist das alles Neuland für mich, gerade am Scheibenrahmen sollte es ja, wie du auch schon sagst, vernünftig gemacht werden damit nicht im nachhinein irgendwelche Undichtigkeiten wieder zum Vorschein kommen.
Ich muss mir da glaub ich noch ein paar Gedanken zu machen bevor ich mich da ran wage, hab das Ausmaß garnicht als solches vorher erkannt.
Naja der Winter ist ja lang da hab ich noch ein bisschen Zeit um mir nen Plan zu machen.
Lg Othis
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Barney-Nord » Mittwoch 8. November 2017, 23:04

Schaue doch mal in das Nachbarforum in das dortige Wiki

Da sind die beiden Themen auch sehr gut beschrieben.

Nix ist unmöglich, aber Mensch muss sich vorher wirklich schlau lesen und dann noch eigene leidvolle Erfahrungen sammeln.

Du wirst dein Problem schon in den Griff bekommen ;)

Wie gesagt, lesen, lesen und nochmal über das entsprechende Thema lesen und dann erst anfangen.

Viel Erfolg
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Re: Scheibenrahmen und Dachrinne Entrosten

Beitragvon Micha-Schrauber » Donnerstag 9. November 2017, 00:36

Hallo Othis,

als Karosseriebauer würde ich mal folgendes empfehlen....der LT steht unter einem Dach, einigermassen trocken und daher würde ich jetzt zum Winter hin, am Dach garnichts mehr groß machen. Entferne den Schmutz in der Regenrinne, die wirklich losen Dichtungsteile gleich mit, und dann kann das bis zu wärmer werdenden Zeiten so stehen.
Alles was Du jetzt da draufschmierst, weil mehr ist es ja nicht, musst dann mühsam wieder weg machen, weil zum erneuten wirkungsvollen Abdichten des Hochdachs, muss alles fettfrei, rostfrei und sauber sein.
In diesen paar Monaten, die das jetzt dann noch steht, verschlechtert sich am Zustand nicht wesentlich.

Gruß,
Micha
Schönen Gruß aus Mainz am Rhein !
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