Turbo pfeift!

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Beitragvon danielkinast » Mittwoch 11. Januar 2006, 23:05

Also meinen Turbo höre ich auch deutlich wenn er einsetzt - würde es auch als pfeifen bezeichnen. Ist soweit ich weiß bei älteren Turbos normal. Allerdings ist mein Turbo wohl vom Vorbesitzer nachgerüstet worden. Zum Öldurst kann ich nur sagen: Meiner hat das auch. Mal mehr mal weniger. Hab in diesem oder einem andern Forum gelesen, dass bis zu 2,2 Liter auf 1000 km laut VW scheinbar noch in Ordnung sind. Denke aber nicht, dass es einen zusammenhang gibt zwischen dem Ölverbrauch und dem Turbopfeifen.


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Turbopfeifen & Ölverlust

Beitragvon Ralph » Donnerstag 19. Januar 2006, 09:43

Das übermäßige Pfeifen des Turbos kommt von ausgelutschten Lagern, hier schleifen die Schaufelräder am Gehäuse, womit auch der erhöhte Ölverbrauch zu erklären ist. Je mehr Leistung dem Lader abverlangt wird desto mehr Öl flutscht durch.

Solange der Ölverbrauch beobachtet wird, ist das kein großes Problem, allerdings liegen die Standzeiten der Turbolader so bei ca. 150.000 KM hat der Lader mehr auf dem Buckel ist bald ein neuer fällig.

Ein Verbrauch von 2,2 Liter auf 1000 KM ist auch für einen TD definitiv zu hoch, muß jetzt aber nicht ausschließlich vom Turbo stammen. In der Regel sind es ab 100.000KM immer mehrere kleine Stellen.

Gruß
Ralph
Ralph
 

Beitragvon bmreno » Samstag 18. Februar 2006, 13:27

Turboladerpfeifen?
Ganz geringes Pfeifen ist normal.
Starkes Pfeifen heißt: Lader ist ausgeleiert und am Ende. Keine Chance
übrigens auf Selbstreparieren. Empfehle nur Tausch gegen Neu.
Habe 2mal nen gebrauchten eingebaut....Mist!!

Ölverbrauch kann bis zu 15 Litern auf 1000km ansteigen, man glaubts
kaum, hatte ich aber mit meinem letzten Schrott-Lader. Motor
war nagelneu, es lag eindeutig am Lader.
Das hieß in diesem Urlaub hatte ich ständig leere 5L-Ölkanister
im LT rumliegen. Seitdem weiß ichs.

Zum Lader-Kauf empfehle ich nur deutsche Lieferanten, die müssen
sich an die Garantiebestimmungen halten, was nicht unwichtig ist.
bmreno
 

Oelverbrauch / Turbo

Beitragvon Benjamin&Bernadette » Donnerstag 23. Februar 2006, 15:57

Hallo Janos

Wenn das Motorenoel beim Turbolader abhaut, dann bestimmt in den Ansaugtrakt. Denn da gibt es einen Unterdruck der das Oel regelrecht "ansaugt". Das Angesogene Oel wird über den Ansaugtrakt also direkt in die Brennkammer des Motores befördert und dort verbrannt.

Bei Benzinmotoren erkennt man den defekten Lader an der blauen Rauchwolke im Abgasstrom. Beim Dieselmotor ist es leider nicht moeglich den Rauch vom verbrannten Motorenoel zu erkennen (bei dem Russ auch gar kein Wunder...).

Wenn dein Motor aussen wirklich absolut Dicht ist, gibt es zwei Varianten:

1. Der Turbolader ist defekt (wie vorher schon beschrieben)

oder

2. Die Zylinderkopfdichtung ist undicht, was zur Folge haben kann, dass sich der Motor direkt vom Zylinderkopf her mit Motorenoel bedient.


Grüsse aus dem Alpenland

Benjamin
Benjamin&Bernadette
 

Re: Turbo pfeift!

Beitragvon LittleL » Sonntag 20. August 2017, 21:05

Hallo zusammen,

das Thema scheint bei mir zu passen, daher recycle ich diesen Thread mal.

Wir hatten auf unserer diesjährigen Sommerurlaubsrückreise (600km) einen Ölverbrauch von 4l/1000km. Früher waren 1,5l/1000km normal. Der Turbo pfeift allerdings schon seit wir das WoMo besitzen (26000km).
Der Ölverbrauch steigert sich, sobald man dem Motor mehr Leistung abverlangt. 90km/h über lange Distanz: 2l/1000km. 105km/h: 4l/1000km. Drehzahl bei 105km/h ist glatt 4000U/min.

In der Werkstatt auf der Bühne konnte man sehen, dass der Turbo komplett verölt ist. Andere Teile daneben auch. Fazit meines Schraubers nach 2min draufschauen: Turbolager sind durch. Austausch zu aufwändig, wg. evtl. verrosteter Krümmerschrauben etc., daher weiterfahren und nachkippen, bzw. beobachten. Preis ca. 1000€ für einen neuen Turbo inkl. Einbau.

Leider habe ich keine Möglichkeit, selbst unter den Wagen zu schauen, außer auf der Straße. Lärmschutzwanne ist drunter. Eine Ursache könnte lt. SuFu ja die Ölrücklaufleitung sein. Meint ihr ich sollte nochmal zur Werkstatt und ihn auf mögliche Fehlerursachen hinweisen oder lieber direkt den Turbo wechseln lassen? Motor ist 208.000km gelaufen. Stimmt die Preiseinschätzung? Er hat mir auch gesagt er kennt sich damit nicht aus und am Besten gehe ich zu jmnd der den Wagen besser kennt... Allerdings ist das mit neuen Werkstätten und dem Vertrauen ja sone Sache...

LG
Jonas
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon tiemo » Sonntag 20. August 2017, 23:07

Moin Jonas!

Wenn der Lader pfeift, muss man erst mal kontrollieren, ob der Lufttrakt dicht ist oder ob der Turbodruck irgendwo rauskann, gleiches gilt für den Abgastrakt. Wenn Luft raus kann, dann arbeitet der Lader sich zu Tode, er kommt auf Überdrehzahlen und dabei wird die Lagerung zerstört. Prüfen kann man das, indem man den druckbeaufschlagten Teil der Verrohrung (samt Ladeluftkühler, sofern verbaut) im Standgas mit Bremsenreiniger absprüht (aber Vorsicht, nicht auf heiße Abgasteile sprühen, sonst wird das ein Flammenwerfer!). Wenn der Motor durch eine Leckstelle Luft reinzieht (im Standgas herrscht dort ja Unterdruck), dann erhöht sich die Leerlaufdrehzahl, weil der Bremsenreiniger mitverbrannt wird.
Es ist auch möglich, dass das Abblasventil defekt ist und dauernd öffnet, das kann man mit einer Ladedruckprüfung herausbekommen.
Ob der Lader zu viel Spiel hat, kann man prüfen, indem man die Luftansaugleitung am Lader abzieht, das ist ein ganz geringer Aufwand, und dann mal an der Laderwelle wackelt. Sie darf etwas Spiel haben, jedoch dürfen die Schaufeln des Verdichterrades nicht die Wand berühren. Im Betrieb wird er aufgrund des Ölpolsters dann weniger Spiel haben.

Öl auf dem Lader kommt meist von weiter oben, meist vom Ventildeckel. Wenn der offen war, haben sich evt. die Bundbolzen mit den Muttern hoch gedreht und jetzt kann man ihn nicht mehr bündig und dicht anschrauben. Prüfen kann man das, indem man die "Ölsardine" mal gründlich reinigt und dann schaut, woher das Öl nachkommt. Vielleicht ist auch die Ölzufuhr für den Lader undicht. An verdächtigen Stellen kann man etwas Küchenrolle anbringen, dann sieht man, wo es zuerst schwarz wird.

Die Ölrücklaufleitung kann schon Ursache für überhöhten Ölverbrauch sein, wenn sich das Öl im Lader staut, da müsste man mal die Durchgängigkeit prüfen.
Aber vermutlich kommt der hohe Ölverbrauch garnicht vom Lader alleine, es ist bestimmt auch Druck auf dem Kurbelgehäuse? Das prüft man, indem man im Standgas den Öleinfülldeckel öffnet. Bei einem guten Motor kommt da so gut wie kein Nebel raus. Der Grund wären hier verschlissene Kolbenringe oder eine defekte Zylinderkopfdichtung.

Damit ist auch schon gesagt, was man aus der Ferne vermuten kann, nun muss eine ordentliche Diagnose gemacht werden. Dazu müssen zuerst mal die Schutzwannen ab, damti man überhaupt was machen kann. Das geht in einer Selbstmacherwerkstatt, dort schaut meistens auch gerne jemand mal drauf, wenn man den Motorraum offen hat.

Zur Preiseinschätzung: Wenn es Komlikationen wie abgerissene Bolzen etc. gibt, kann es schnell auch mal teuerer werden, weil damit viel Arbeitszeit draufgeht. Allerdings kann man auch einen gut gebrauchten Lader einsetzen, die kosten so ab 200.-, müssen dann aber natürlich genauso eingebaut werden. Aber bevor die wilde Teiletauschaktion losgeht, erst mal nachsehen, was überhaupt los ist.

Gruß,
Tiemo
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon LittleL » Montag 21. August 2017, 21:57

Hallo Tiemo,

Danke für deine ausführliche Antwort.
Ich werde mal bei der einzigen Mietwerkstatt in der Umgebung anrufen, ob das WoMo auf die Bühne passt und hoffentlich die einzelnen Punkte in den nächsten Wochen abarbeiten und dann nochmal Bescheid geben, wenn ich was rausgefunden hab.
Zumindest kann ich die Einschätzung aus der Werkstatt jetzt besser einschätzen. :)

Viele Grüße
Jonas
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon LittleL » Montag 11. September 2017, 20:38

Hallo,

heute war ich endlich in der Mietwerkstatt und konnte zum ersten Mal den Wagen in Ruhe von unten anschauen. Lohnt sich mehr als 15€ fürs Kino auszugeben :FREU:

Konnte in ner knappen Stunde leider nur folgendes machen:
-Bremsenreinigerdusche von oben nach unten
-Dieselleck bemerken, suchen und beheben
-Bilder machen

Das Dieselleck war eine undichte Verschraubung an der vordersten Einspritzdüse. Das Geweih habe ich vor einem Jahr in der Werksatt tauschen lassen, allerdings selbst bei dieselsend besorgt.
Nachziehen war nicht, mit 2 LAgen Teflonband ums Gewinde gings dann doch. Hab dabei festgestellt, dass das Rohr bei gelöster Verschraubung nicht direkt über dem Gegenstück steht,
sondern durch Spannung im Rohr etwa 5mm zur Seite gedrückt wird. Ist das schlimm? Hab gelesen, dass die Rohre spannungsfrei verschraubt werden müssen.

Als möglichen Ursachen für äußeren Ölverlust habe ich die Dichtung der Unterdruckpumpe und den Ventildeckel im Verdacht.
Dazu sieht man auf den Fotos hoffentlich etwas (ausser der Dieselpfütze und dem verkrusteten Kühlwasserflansch).

P1070150-2.jpg
P1070150-2.jpg (357.6 KiB) 215-mal betrachtet

P1070140-2.jpg
P1070140-2.jpg (298.82 KiB) 215-mal betrachtet


Im Standgas nebelt der Motor kaum sichtbar. Soll man das bei voller Fahrt prüfen?

Wo bekomme ich ein passendes Manometer für die Ladedruckprüfung? Hab nur welche aus dem Sanitärbereich mit 3/8"-Gewinde.

Werde beim nächsten Mal die Luftansaugleitung entfernen und die Laderwelle prüfen.

Gruß
Jonas
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon tiemo » Montag 11. September 2017, 21:43

Hallo Jonas!

LittleL hat geschrieben:Das Dieselleck war eine undichte Verschraubung an der vordersten Einspritzdüse. Das Geweih habe ich vor einem Jahr in der Werksatt tauschen lassen, allerdings selbst bei dieselsend besorgt.
Nachziehen war nicht, mit 2 LAgen Teflonband ums Gewinde gings dann doch. Hab dabei festgestellt, dass das Rohr bei gelöster Verschraubung nicht direkt über dem Gegenstück steht,
sondern durch Spannung im Rohr etwa 5mm zur Seite gedrückt wird. Ist das schlimm? Hab gelesen, dass die Rohre spannungsfrei verschraubt werden müssen.


Das ist in der Tat so, diese Verspannung ist Schuld gewesen am Dieselleck. Teflonband hilft hier nicht, schon garnicht am Gewinde, falls es nun dicht sein sollte, dann durch das erneute Verschrauben. Vor dem Verschrauben sollte die Leitung so zurechtgebogen und ausgerichtet werden, dass sie rechtwinklig und ohne Verspannung auf dem Anschluss der Düse landet. Dann maßvoll anziehen (max. 25Nm), lieber sogar erst etwas weniger, dann kann man noch nachlegen. Feester wird nicht dichter, sondern es wird das kugelige Ende des Rohrs zerdrückt, und die Kugelform schließt halt metallisch dichtend im Kegel der Düse ab.
Das Ausrichten mache ich, indem ich das Rohr lose montiere und dann möglichst schonend mit bloßen Händen oder vorsichtig mit der Zange zurechtziehe, bis es in losem Zustand richtig steht. Erst dann anziehen.

LittleL hat geschrieben:Als möglichen Ursachen für äußeren Ölverlust habe ich die Dichtung der Unterdruckpumpe und den Ventildeckel im Verdacht.
Dazu sieht man auf den Fotos hoffentlich etwas (ausser der Dieselpfütze und dem verkrusteten Kühlwasserflansch).


Ja, hier sind anscheinend so manche Dichtungen nicht ganz in Ordnung...
unterhalb der Vakuumpumpe kann ich nicht viel erkennen, liegt aber vielleicht am Foto. Scheint eine Nachbaupumpe zu sein, die haben oft andere Dichtungsmaße als die Originalteile. Wichtig ist aber auch, dass vor der Montage der Flansch von alten Dichtungsresten gesäubert wird, vor allem, wenn da mit Flüssigdichtmitteln gearbeitet wurde, und, dass die Pumpe nicht verspannt angeschraubt wird. Also immer die beiden Muttern abwechselnd Stückchen für Stückchen anziehen, bis die Pumpe plan anliegt. Den Motor dazu vorher etwa in den OT drehen (Kerbe ESP fluchtet mit Rille an der Konsole), dann steht der Zwishenstößel nicht so unter Spannung.

Auf der Rückseite des Motors sind die typischen Spuren eines undichten Ventildeckels. Das liegt oft an falsch eingelegten Dichtungsteilen an den beiden Enden, dort muss die Gummilippe exakt in der Nut der beiden Lagerböcke liegen und insbesondere im Knick kommt sie da gerne wieder raus und wird dann beim Festschrauben eingeklemmt.
Was auch oft passiert, dass die Stehbolzen, also diese Gewinde, über die der Deckel gestülpt wird, beim Lösen der Muttern ein Stück mitheraus gedreht werden. Diese Stehbolzen haben einen Bund in der Mitte, auf dem die Lochränder der Dichtung aufliegen. Steht dieser Bund nun etwas in die Höhe, kann man noch so fest anschrauben, man bekommt die Dichtung nicht auf den Flansch gedrückt. In beiden Fällen wird das natürlich nicht dicht.
Im letzteren Fall muss man die Stehbolzen mit Hilfe zweier gekonterter Muttern ganz herausdrehen, das Gewinde säubern und sie dann mit etwas Schraubensicherung mittelfest wieder "bündig" verschrauben. Am Deckel muss man die Planheit kontrollieren, denn wenn er auf so einer "Achterbahn" aufgelegen hat, ist er häufig verzogen. Dann muss man ihn richten (geht eigentlich ganz gut auf einer Werkbank unter Kontrolle eines Lineals) oder ersetzen.

LittleL hat geschrieben:Im Standgas nebelt der Motor kaum sichtbar. Soll man das bei voller Fahrt prüfen?


Im Leerlauf sollte der Motor kein sichtbares Abgas erzeugen, wenn er warm ist. Der kalte Motor nebelt immer, weil im kalten Auspuff die bei der Verbrennung entstehenden Wasserdämpfe zu Wolken kondensieren.

LittleL hat geschrieben:Wo bekomme ich ein passendes Manometer für die Ladedruckprüfung? Hab nur welche aus dem Sanitärbereich mit 3/8"-Gewinde.


Gib mal in irgendeinem Auktionsportal "Ladedruckanzeige" ein, dann kannst du dich vor Angeboten nicht mehr retten...
Die etwas schlichteren, zu den restlichen Instrumenten des LT passenden, sind meist nicht die schlechtesten. VDO hat entspiegelte Gläser, und das bezahlt man auch. Die meisten Instrumente haben Schlauchnippel, wo der übliche Pneumatikschlauch 6x4 draufpasst.
Zur Nachrüstung, siehe Anleitung im WIKI unter http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php?id=start:aus_umbauanleitungen:nachruestung_ladedruckanzeige

Gruß,
Tiemo
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon LittleL » Mittwoch 20. September 2017, 21:35

Hallo Tiemo,

habe die Ventildeckeldichtung mittlerweile getauscht und es waren 7 Stehbolzen lose. Die beiden an den sehr öligen Stellen waren sogar 2-3 mm rausgedreht.
Das Reinigen der Gewinde mit Bremsenreiniger, wie im wiki beschrieben, kann ich nur bedingt empfehlen. Beim Eindrehen mit loctite werden Reste des Reinigers hochgedrückt. Erst mehrmaliges rein- und rausdrehen hat alle Reste beseitigt.
Vllt hab ich auch nicht lang genug auf die Verdunstung gewartet.
Alles mit loctite wieder eingesetzt und dann festgestellt, dass der Deckel ne Banane ist. Die beiden Enden stehen ca. 10mm ab, wenn die Mitte auf einer graden Fläche aufliegt.
Ich hab ihn trotzdem montiert und es scheint dicht zu sein.
Die Vakuumpumpe wurde wohl vom Vorbesitzer selbst gewechselt.

Ich hoffe, dass das ein Großteil des erheblichen Ölverbrauchs erklärt. Werde allerdings noch eine provisorische Ladedruckprüfung machen.

Hier noch ein Bild vom verölten Getriebe. Meinst du das Öl hat sich da nach hinten verteilt oder sollte ich das Getriebe mal genauer prüfen. 17er Inbus-Nuss hab ich schon besorgt.
Der Kabelbinder um die brauenen Plastikreste am Wellenausgang kommt mir auch komisch vor...

Gruß
Jonas
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon LT-Harry » Mittwoch 20. September 2017, 22:00

LittleL hat geschrieben:Das Reinigen der Gewinde mit Bremsenreiniger, wie im wiki beschrieben, kann ich nur bedingt empfehlen. Beim Eindrehen mit loctite werden Reste des Reinigers hochgedrückt. Erst mehrmaliges rein- und rausdrehen hat alle Reste beseitigt.
Vllt hab ich auch nicht lang genug auf die Verdunstung gewartet


Servus Jonas
Pressluft und ausblasen??

Gruß @Harry
Ich bin verantwortlich für das, was ich sage (schreibe) aber nicht für das, was du denkst.
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Re: Turbo pfeift!

Beitragvon tiemo » Mittwoch 20. September 2017, 22:56

Hallo Jonas!

LittleL hat geschrieben:Das Reinigen der Gewinde mit Bremsenreiniger, wie im wiki beschrieben, kann ich nur bedingt empfehlen. Beim Eindrehen mit loctite werden Reste des Reinigers hochgedrückt. Erst mehrmaliges rein- und rausdrehen hat alle Reste beseitigt.


Normalerweise geht man so vor, dass man einen Lappen um das Gewindeloch legt, dann mal kurz mit der Druckluftpistole grob das Öl rauspustet (der Lappen verhindert, dass man danach zu viele Sommersprossen hat). Dann sprüht man den Bremsenreiniger rein und pustet nochmal mit Lappen. Nur so kann das Loctite auch richtig kleben.
Das Öl muss raus, sonst kann es im Extremfall sogar passieren, dass man den Zylinderkopf durch das Einschrauben der Stehbolzen hydraulisch sprengt (es bilden sich kleine Risse am Gewindegrund).

LittleL hat geschrieben:Hier noch ein Bild vom verölten Getriebe. Meinst du das Öl hat sich da nach hinten verteilt oder sollte ich das Getriebe mal genauer prüfen. 17er Inbus-Nuss hab ich schon besorgt.


Ich finde dein Getriebe vergleichsweise sauber. Die Getriebe "schwitzen" gerne mal geringe Mengen Getriebeöl an der Tachowelle und am Rückfahrschalter, das ist aber nicht tragisch. Motoröl erkennst du beim Diesel immer daran, dass es tiefschwarz ist.
Apropos Motoröl, deine Ölwanne hat da eine sehr hässliche Roststelle an der Schweißnaht. Wenn du gerne ca. 500EUR sparen möchtest, weil die Wanne undicht wird, entroste die Stelle mal und streiche sie mit etwas Schutzlack (Streichen ist hier immer besser als Sprühen, da man mit dem Pinsel die Farbe besser in die Rostkrater "einmassiert").

LittleL hat geschrieben:Der Kabelbinder um die brauenen Plastikreste am Wellenausgang kommt mir auch komisch vor...


Der Kabelbinder ist ok, nur die Plastikreste sind die Überbleibsel einer Schutztülle, die das Kardangelenk vor Schmutz, Staub und Wasser schützen soll. Die gibt es leider nicht mehr als Ersatzteil bei VW, allerdings haben viele Landmaschinen ähnliche Schutztüllen um ihre Kardanwellen, die auch beim LT passen.
Siehe auch hier wieder WIKI unter http://www.lt-forum.de/dokuwiki/doku.php?id=start:reparaturtips:getriebe_abdichten#getriebe-_kardanwelle_schutzhaube_schutzkappe

Gruß,
Tiemo
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